RTS Unternehmertalk mit Akin Aktas

Shownotes

In dieser Folge erfährst Du:

– wie Akin Aktas als Kind ohne Deutschkenntnisse nach Österreich kam – warum Sport und Gemeinschaft ihm beim Ankommen geholfen haben – wie sein Vater vom Hirten in Anatolien zum Unternehmer wurde – weshalb Akin sich häufig unterschätzt fühlte – wie das Leben zwischen der türkischen und österreichischen Kultur ihn geprägt hat – warum Vielfalt für ihn einen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Mehrwert darstellt – wie aus einer gezeichneten Figur die Salzburger Marke Quipster entstand – warum man mit einer Idee manchmal starten muss, bevor alles perfekt ist – wie Akin und seine Frau Beruf und Privatleben miteinander verbinden – welche Herausforderungen schnelles Unternehmenswachstum mit sich bringt – wie der plötzliche Tod seines Vaters seine unternehmerische Rolle verändert hat – wie die Familie AKAVIO, Envira und Quipster weiterführt – was Akin an der Entwicklung der Salzburger Altstadt kritisch sieht – warum gute Führung für ihn durch Vorleben statt durch Kommandieren entsteht – weshalb Leidenschaft für ihn der wichtigste Treibstoff für Erfolg ist

Zu Gast: Akin Aktas ist Gründer und Geschäftsführer der Salzburger Lifestylemarke Quipster. Gleichzeitig trägt er Verantwortung in den Familienunternehmen AKAVIO und Envira, die er gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Bruder weiterentwickelt.

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00:00:06: Herzlich willkommen zum RTS-Unternehmer Talk.

00:00:09: Wir sprechen hier mit Menschen, die ihren eigenen Weg gehen – oft gegen Widerstände und mit dem Mut neue Chancen zu ergreifen!

00:00:17: Denn Unternehmertum bedeutet nicht nur Ideen umzusetzen sondern auch Herausforderungen zu meistern, die weide über das berufliche hinausgehen.

00:00:26: Heute haben wir einen Gast der genau diesen Weg gegangen ist.

00:00:30: Mit Quipster hat er ein Unternehmen aufgebaut und gleichzeitig eine Familiengeschichte, die zeigt wie herausfordernd es sein kann in einem neuen Land Fuß zu fassen.

00:00:41: Und sich Schritt für Schritt etwas Eigenes aufzubauen.

00:00:44: Lieber Arkin Akthas, schön dass du heute hier bei mir bist!

00:00:47: Hallo, danke, dass ich hier sein darf.

00:00:50: Der Name Akthass ist eine lange Familiengeschichte Tradition, die hier eigentlich in der Türkei begonnen hat und hier in Österreich seinen Fortgang gefunden hat.

00:01:03: Aber Akin, was machst du jetzt aktuell?

00:01:06: Jetzt aktuell bin ich Geschäftsführer von Kuipster.

00:01:12: Ich bin der Gründer von kuipster und bin gleichzeitig in unseren Familienunternehmen tätig und bin eigentlich in allen Aufgaben involviert die tagtäglich anstehen und versuche alle Herausforderungen zu meistern.

00:01:27: Wie du mir vorher schon erzählt hast, es ist ein Riesenfamilienfirmen-Konstrukt.

00:01:33: Das ihr da habt?

00:01:34: Das ist aktiv fast.

00:01:41: Was steckt alles unter diesem Dach von Actavio?

00:01:45: Also erst einmal haben wir einen Familienunternehmen.

00:01:48: Das haben meine Eltern vor jetzt dreißig Jahren gegründet als wir nach Österreich ausgewandert sind und das ist ein Großhandelsunternehmen.

00:01:58: Und wir beliefern im Bereich Nonfood, also Dekorationsartikel alles eigentlich was mit Nonfood zu tun hat große Discounterketten in Europa und neben dem haben wir einen Schädlingsbekämpfungsmittel auf neunundneutzig Prozent Wasserbasis dass Envira heißt und das ist auch ein österreichisches Unternehmen, das haben mein Vater eigentlich vor zwanzig Jahren gegründet.

00:02:27: Und es war komplett was anderes als die erste Firma oder das war so ein Herzensprojekt von ihm da ein sehr neuartiges Mittel auf den Markt zu bringen.

00:02:41: Ja, jetzt fünfzehn Jahren die Firma oder die Marke Kuippster gegründet ganz alleine weil ich auch da meinen eigenen Weg gehen wollte.

00:02:50: Auch mein Vater stolz machen wollte und mir selbst etwas beweisen wollte und das mache ich jetzt seit fünftzehn jahren.

00:02:59: und ja bin auch stolz darauf dass auch relativ erfolgreich gemacht zu haben.

00:03:05: und heute ist Kuipps auch eine Salzburger Marke eine österreichische Marke die auch international bekannt und wir verschicken eigentlich weltweit nach Japan, Korea haben viele Fans in den USA aber auch in Europa.

00:03:20: Genau!

00:03:21: Da sind sehr viele Bereiche, in denen du tätig bist.

00:03:25: was mich interessiert ist... Du bist ja in Istanbul geboren und deine Familie ist dann sozusagen ausgewandert.

00:03:33: wie es das alles passiert?

00:03:34: Erzähl einmal!

00:03:35: Ja das war ein sage ich mal Schwieriges Erlebnis.

00:03:40: Also ich bin in Istanbul geboren, bin auch dort zur Schule gegangen also in die erste Klasse und danach.

00:03:48: da hat mein Vater schon begonnen eben ja für eigentlich Großhändler zu produzieren, also auch schon in der Türkei.

00:03:55: Da war mein Vater selbstständig, habe das schon im frühen Jahr immer vorgelebt bekommen.

00:04:02: Was wurde da produziert?

00:04:03: Eben eigentlich auch so.

00:04:05: Non-Food Artikel, Dekorationsartikel haben wir in der Türkei produzieren lassen oder produziert und nach Europa zu Großhändlern geliefert.

00:04:14: Und dann hat er entschlossen ja nach Österreich auszuwandern.

00:04:20: mein Vater ist eigentlich unter sehr schwierigen Bedingungen aufgewachsen In Anatolien und hat schon mit neun Jahren als Hirte gearbeitet also wirklich nichts gehabt und hat dann mit, sag ich mal, eiserne Disziplin und Entschlossenheit sich etwas aufgebaut.

00:04:38: Ist ja da aus Anatolien nach Istanbul-Sitzung ausgewandert?

00:04:41: Genau!

00:04:42: Und dann hatte er in Hamburg Maschinenbau studiert und deswegen konnte er also erkannte die deutsche Kultur.

00:04:50: In Österreich hat er dann Händler gehabt, die mit denen er zusammen gearbeitet hat und ist dann zurück nach Istanbul und hat dort seine Firma gegründet.

00:04:59: Wie hat er das geschafft, dass er studieren konnte?

00:05:01: Ja.

00:05:04: Das sind Geschichten, die glaubt man heutzutage vielleicht nicht oder es klingt sehr unglaublich eigentlich.

00:05:12: Da hat er dann sein ganzes Geld zusammengespart und sich ein Bus-Ticket gekauft, weil man muss sich das so vorstellen von seinem Heimatdorf nach Istanbul.

00:05:23: Es ist genauso weit wie von Istanbul nach Hamburg.

00:05:26: also das war schon die erste Reise quasi von Istanbul und dann ist er eben von Istanbul Nach Hamburg und hat dort sofort versucht hat sich eine Arbeit gesucht auf der Baustelle, hat als Barkeeper gearbeitet und so ist er dann zum Studieren gekommen gleichzeitig Deutsch gelernt Und hat sich dann, sag ich mal Schritt für Schritt die Dinge beigebracht.

00:05:53: Hat das Studium auch abgeschlossen und dann ist er zurück nach Istanbul und hat seine unternehmerische Karriere gestartet.

00:06:01: Das klingt echt unglaublich!

00:06:03: Sehr cool!

00:06:05: Und dann deine Mutter kennengelernt... Genau.

00:06:10: Meine Mutter eigentlich auch als Sekretär oder Assistentin bei ihm begonnen in Istanbul und meine Mutter ist auch in Deutschland aufgewachsen, ist dann auch zurück mit der Familie in die Türkei und dort haben sie sich kennengelernt, haben dann zusammen gearbeitet ihre Firma zusammen aufgebaut.

00:06:29: Dann sind wir, also ich und mein Bruder auf die Welt gekommen.

00:06:33: Und dann hat sich das mit der Firma so entwickelt.

00:06:37: Mein Vater hat aufgrund dessen, dass er schon in Deutschland studiert hat und meine Mutter auch in Deutschland gelebt hat, haben sie gesehen, dass die Bedingungen und die Zukunftsprognosen in Österreich oder auch in Europa vielversprechender sind als in der Türkei.

00:06:54: So haben Sie den Entschluss gefasst auszuwandern!

00:06:58: Dass man erzählt, deinem Vater hat es am Fuschelsee so gut gefallen.

00:07:01: Genau,

00:07:01: genau.

00:07:02: also da war er mal auf einer Geschäftsreise in Fuschel und hat dann die Berge und die Seen gesehen und hat gesagt das ist so ein schöner Ort.

00:07:12: irgendwann möchte ich mal hier wohnen.

00:07:15: und das hatte dann eben umgesetzt.

00:07:18: und dann es waren unsere erste Stationen in Österreich war der Fuschlamm sehr.

00:07:21: Bist du mit Deutsch auch schon ein bisschen in Behörung gekommen?

00:07:25: als kleines Kind?

00:07:26: Eigentlich

00:07:27: gar nicht.

00:07:27: Also das habe ich komplett von Null auf lernen müssen und natürlich für uns Kinder war es, also mein Bruder war damals drei, ich war schon sieben Und für ihn war es sag' ich mal einfacher Für mich was deutlich schwerer aus dem Umfeld gerissen zu werden.

00:07:43: Ich bin in einer Großfamilie auch aufgewachsen Mit Onkel, Cousins alle zusammen gewohnt oder nah beieinander Und dann plötzlich alleine zu sein und dann in einer komplett neuen Umgebung.

00:07:57: Es war halt schon schwierig, ich hab sofort Deutsch lernen müssen damit ich mit meiner Schule weiter machen kann mit der Ausbildung.

00:08:07: Wie war

00:08:07: das Deutschlernen für dich?

00:08:09: So die Sprache lernen?

00:08:10: Ja, schwierig neu!

00:08:13: Ich hatte dann immer in der Schule, habe ich es wenig klar... bis gar nichts verstanden, habe dann eigentlich im Kindergarten quasi wieder ein Jahr noch mal dran gehängt damit ich da besser reinkomme und hab dann zu Hause nochmal Deutsch gelernt.

00:08:31: Und das war halt sehr intensiv.

00:08:33: Und C wahrscheinlich?

00:08:35: C!

00:08:37: Aber als Kind... man lernt hier schnell.

00:08:39: Das ist der Vorteil.

00:08:40: also wenn man eine neue Sprache lernt, das ging dann schon.

00:08:43: aber die ersten sage ich mal zwei drei Jahre waren schon sehr schwer für mich auch.

00:08:48: Wie war das mit Freunde finden in der neuen Umgebung?

00:08:52: Ja, also ich wurde schon sehr offenherzig angenommen.

00:08:58: aber man merkt dann doch dass da Differenzen gibt.

00:09:02: und Kinder in dem Alter vielleicht merkt man es auch nicht, dass diese Differenz dann doch, dass man die unterschwellig mitbekommt.

00:09:14: Ich hatte zwar Freunde aber oft habe ich halt nicht verstanden oder wenig verstanden, was sie gesagt haben.

00:09:20: Da wirst du dir heute viel leichter.

00:09:22: Genau!

00:09:23: Gott sei Dank.

00:09:24: Ja aber dann merkt man auch, man muss echt dranbleiben, dass irgendwie das auch lernt.

00:09:30: So von selber geht gar

00:09:31: nichts.

00:09:33: Also Sport war da ein wichtiger Punkt für mich.

00:09:36: Das war so ein Anschlusspunkt, hab dann den Fuschel schon mit Fußball begonnen und es war dann dieses Gemeinschaftsgefühl in einer Mannschaft.

00:09:44: Das hat mir schon sehr geholfen, muss ich sagen.

00:09:49: Wie ist dann dein Schulweg weiterverlaufen?

00:09:52: Danach nach zwei Jahren sind wir in die Stadt Salzburg gezogen und wieder eine neue Umgebung eigentlich.

00:09:59: Wieder eine Umstellung und dann war ich in der Volksschule.

00:10:05: Ja, die Anforderungen von meinem Vater waren immer hoch natürlich.

00:10:09: Dadurch dass er es immer schwer hatte und immer mit Disziplin war das schon so, dass er das auch von uns Kindern erwartet hat?

00:10:18: Und dann bin ich in die AHS, ins Gymnasium ... In einer Sprachschule!

00:10:25: Da hatte ich neben Deutsch noch Englisch, Spanisch und Französisch.

00:10:30: Das war alles sehr herausfordernd.

00:10:34: und bin schon immer so mit der Einstellung reingegangen oder der Lehrer, das ist zu viel.

00:10:43: Das kann er nicht schaffen, sage ich mal, immer ein bisschen unterschätzt worden aber auch überfordert sicher und habe mich da schon in den frühen Jahren durchkämpfen

00:10:53: müssen.".

00:10:55: Das weiß ich aber heute bezahlt macht, weil sonst würdest du das alles wahrscheinlich nicht schaffen.

00:11:00: Genau da habe ich eigentlich gelernt also sehr viel so Resilienz und Durchhaltungsvermögen Und und das haben die Lehre dann auch an mir geschätzt dass sie gesagt haben Also Du hast wirklich einen durchhalte Vermögen Auch wenn es mal nicht gut.

00:11:16: also Ich war kein guter Schüler Ich hab schlechteren Noten gehabt.

00:11:21: Ich glaube man muss gar nicht ein Einserschüler sein damit erfolgreich

00:11:25: ist.

00:11:25: Es

00:11:25: geht um das wollen und um das tun oder auch präsilient sein, wie du sagst?

00:11:29: Genau!

00:11:29: Das habe ich dann auch bemerkt.

00:11:31: also im Prozess ist mir dann aufgefallen dass es eine sehr wichtige Eigenschaft ist, dass man einfach nicht aufgibt und durchhält und das hat mir dann in meiner unternehmerischen Laufbahn schon sehr geholfen.

00:11:45: Hast Du denn noch der heiß Matura wahrscheinlich?

00:11:50: Ja, da war es auch so.

00:11:51: Viele meine Freunde haben dann, sag ich mal... Da war auch Bundesherdern-Thema und mal ein Jahr vielleicht Auszeit oder bisschen weniger.

00:11:58: Und bei mir war's dann sofort ... Ich muss sofort zum Studieren beginnen!

00:12:03: Dann hat mein Vater gesagt du kannst eigentlich studieren was du möchtest aber studieren möchte schon dass du das machst.

00:12:12: Und dann hat sich das so ergeben bin ich nach Wien an die Wirtschaftsuni.

00:12:17: und habe dort dann angefangen, BWL zu studieren.

00:12:22: Achim, fühlst du dich als Österreicher oder als Türkei?

00:12:27: Beides!

00:12:28: Also ich bin ja mit zwei Kulturen aufgewachsen und wenn ich in der Türkeis bin, dann merke ich oder fühle dass ich jetzt nicht hundert Prozent so bin wie jemand, der dort aufgewachsene ist.

00:12:41: Aber in Österreich ist es natürlich auch so, dass ich merke, okay, ich bin nicht hundert Prozent wie jemand der hier geboren ist.

00:12:47: Also ich bin ein bisschen zwischen den beiden Welten Kulturen.

00:12:50: wenn man sagen möchte und ja...

00:12:54: Wie geht's dir mit dem?

00:12:56: Wie die Menschen in Österreich mit jemandem umgehen?

00:13:01: Weil man merkt oft das doch ein bisschen als Kapsist vorhanden ist.

00:13:05: Wie gehts dir damit?

00:13:07: Ja, also ich habe das natürlich auch mit erlebt.

00:13:10: Mit erleben müssen dass ja schon anfangs mit sehr viel Skepsis mir begegnet wurde.

00:13:17: Auch dass etwas so jemanden unterschätzen und das habe ich schon oft in meiner Schulzeit auch in meiner Berufslaufbahn gemerkt Dass man halt schnell unterschätzt wird Und für mich war es auch Motivation muss Ich ehrlich sagen dass ich sage ich beweise euch das Gegenteil.

00:13:37: Und ich würde mir halt wünschen, dass die Menschen überall auf der Welt aber auch in Österreich, dass man sagt jemand mit Migrationshintergrund ist nicht gleich automatisch weniger leistungsfähig, schlechter ausgebildet oder ja nicht intelligent oder so irgendwas und das ist halt für mich wichtig, dass da das Gegenteil beweisen konnte.

00:14:05: Ja, genau.

00:14:07: Es ist glaube ich die Sprache auch oft ein bisschen das Problem wenn jemand mich zu gut Deutsch spricht dass man dann denkt die Person ist nicht sehr gebildet oder ein bisschen dumm oder so?

00:14:16: Genau,

00:14:17: genau!

00:14:17: Das

00:14:17: wird wahrscheinlich auch ein Problem sein, oder?

00:14:19: Genau.

00:14:19: also es ist auch fast lustig.

00:14:22: also das hat mich jetzt auch nicht gestört aber ich habe das immer mitbekommen in Salzburg dann mich mit jemandem unterhalte ohne irgendwie im bösen Hintergedanken.

00:14:32: Jemand redet ein bisschen mehr Mundart, Salzburgerisch und wenn man dann mit mir spricht, dann schaltet man gleich um auf Hochdeutsch.

00:14:40: Mir genau so?

00:14:41: Ja, das ja.

00:14:45: Und jetzt passen wir halt immer

00:14:47: an.

00:14:47: Das ist

00:14:48: eine Gewohnheit von mir.

00:14:49: Genau!

00:14:50: Dann ist es immer so lustig weil ich das halt mitbekomme, weil auch Menschen vielleicht sich denken Sonst versteht er mich nicht.

00:14:59: Und das hab ich dann in meiner, sag ich mal Vergangenheit oft miterlebt was mich jetzt nicht stört.

00:15:04: aber es sind dann so Kleinigkeiten wo man dann doch merkt okay so hundert Prozent passt sich vielleicht doch nicht rein oder schon.

00:15:14: und aber das gleiche ist habe ich auch dann in der Türkei erlebt.

00:15:17: also ist klar dass es so das Ding, dass man dann zwischen zwei Kulturen aufwächst.

00:15:22: Also die Skeptis ist wahrscheinlich auf allen Seiten dort und da?

00:15:25: Genau,

00:15:26: genau!

00:15:26: Immer

00:15:26: die Menschen, die nicht immer da sind,

00:15:29: werden skeptisch begutachtet...

00:15:30: Ja, richtig.

00:15:31: ...und was würdest du dir von uns Österreichern da wünschen?

00:15:35: Ja also mein Wunsch ist immer, dass ich offener bin.

00:15:39: Das habe ich ja auch vorher schon gesagt.

00:15:41: Sowohl im unternehmerischen Bereich, dass es offen gegenüber Ideen gibt Neuen Unternehmen ist, aber auch offen gegenüber anderen Menschen.

00:15:53: Anderen Kulturen und ich finde das es so in der heutigen Zeit nicht mehr ... Es ist nicht mehr zeitgemäß dann sag' ich mal sich anders zu sehen oder skeptisch zu sein weil die Welt ist ja eins und

00:16:08: sehr

00:16:09: vielseitig und

00:16:10: groß

00:16:11: ganz

00:16:12: vielen verschiedenen Kulturen

00:16:14: und Sprachen.

00:16:15: Genau, ich finde halt Vielfalt ist immer ein Plus in jeder Gesellschaft.

00:16:20: wenn vielfalt vorhanden ist dann ist es immer besser als wenn keine Vielfald vorhandene ist Und ich habe das ja auch gemerkt wenn ich jetzt natürlich vor dreißig Jahren nach Österreich gekommen bin was nicht so vielfältig von den Menschen der Kultur wie sie heute ist.

00:16:38: Ich finde die Entwicklung positiv.

00:16:41: Man muss sich natürlich nur mit der Politik und die Rahmenbedingungen zusammenpassen, als eine Gesellschaft funktionieren.

00:16:49: Aber grundsätzlich ist Vielfalt immer etwas mehr als dass sie eine Gesellschaft nehmen könnte.

00:16:58: Das ist meine Einstellung.

00:17:01: Und bist du dann sofort in das?

00:17:03: Unternehmen deiner Eltern eingestiegen?

00:17:05: Erst nach zwei, drei Jahren.

00:17:07: Dann war ich drei Jahre in Wien und habe dann meine Frau kennengelernt oder wieder getroffen, kenne ich aus der Schule eigentlich und bin zurück nach Salzburg.

00:17:18: Da habe ich meinen Master gemacht im BWL und angefangen an der Familienfirma zu arbeiten.

00:17:27: Und da wirklich alle ... Positionen die man so haben kann.

00:17:33: Wie

00:17:33: war das mit dem Vater, der ja streng war?

00:17:37: Schwierig, streng erwartet viel und ich musste klassisch kopieren und tägliche und drucken und diese ganzen Geschichten.

00:17:48: Hast du da nie manchmal das Gefühl gehabt ich hau jetzt ab ich mache was anderes

00:17:52: genau dass.

00:17:52: genau das war auch der Grund wo ich dann am Ende gesagt habe Ich möchte selber, ich möchte irgendwas aufbauen.

00:17:59: Ich möchte mein eigener Chef sein und mit meinem Vater war es schwierig aber gleichzeitig habe ich ihm nachgeeifert und der war mein großes Vorbild.

00:18:08: und so ist dann die Idee für Kribster entstanden.

00:18:12: Dann hab' ich gesagt, ich möcht was Eigenes machen und hab' deinen Kribsther

00:18:16: gegründet.".

00:18:16: Und Kribstar machst du ja mit deiner Frau gemeinsam?

00:18:19: Genau!

00:18:20: Mit meiner Frau.

00:18:21: Und der Künstler Andreas, den habe ich dann auch damals in jungen Jahren kennengelernt.

00:18:27: Erzeichnet diese Figuren alle?

00:18:29: Zeig mir bitte dein T-Shirt!

00:18:32: Genau das ist so

00:18:34: die Hauptfigur.

00:18:36: Das war unsere erste Figur.

00:18:38: Wie kommt man als Typ wie du auf Nerd?

00:18:42: Ja, ich habe diese Figur tatsächlich gesehen in so eher Kritzlein und vom Andreas hat er mir die gezeigt.

00:18:51: Und das fand ich dann einfach so cool dass ich mir gedacht hab man muss etwas daraus machen.

00:18:58: und so ist dann durch Brainstorming dann die Ideen standen ja machen wir doch einfach T-Shirts.

00:19:05: T-shirts, Socken und so Sachen?

00:19:07: Genau!

00:19:08: Cool

00:19:10: Wie war das?

00:19:12: Ihr habt ja einen Laden in der Stadt Salzburg, in der Altstadt sozusagen.

00:19:16: Habt ihr da gleich einen Laden gemietet?

00:19:19: oder wie habt ihr die Firma aufgebaut und wie habt sie es gemacht?

00:19:22: Also zuerst natürlich wirklich ohne Plan einfach gestartet und das ist etwas was glaube ich auch so wichtig ist im Unternehmertum Wenn man zu lange nachdenkt und alles versucht, zu planen dann funktioniert es meistens nicht.

00:19:37: Und ich habe mal einen Spruch gehört der dann wirklich auch oft zutrifft glaube ich wenn dich die erste Version deines Produktes nicht irgendwie zum Schmunzeln bringt oder dann sage ich mal was du zu spät dran.

00:19:53: also das bedeutet man fängt an man macht ein Produkt Und Jahre später sieht man dieses Produkt und denkt, oh Gott wie schaut das denn aus?

00:20:01: oder so.

00:20:02: Aber das war ja die erste Version und mit dieser Version geht man dann gleich an den Start weil man ja Aktion nehmen muss.

00:20:10: Das war eben bei mir auch der Fall habe dann T-Shirts produzieren lassen.

00:20:17: natürlich hatte ich auch die Möglichkeit hab mehr bisschen Geld ausgelehnt.

00:20:21: hat mir mein Vater auch was gegeben ohne dass er daran geglaubt hat gesagt

00:20:26: Genau.

00:20:26: Ich wollte schon fragen, was hat der Vater da gesagt?

00:20:28: Er ist komplett etwas Konträres zu dem, was die Familie macht.

00:20:32: Generationenunterschied, das geht ja sehr in so Kreativ- und Vermarkten und Lifestyle.

00:20:39: Das war nicht so sein Ding.

00:20:41: Ich glaube es ist eine Generationenfrage.

00:20:43: Und er war nicht sehr überzeugt davon.

00:20:45: aber natürlich hat er gesagt, probier's aus weil die Erfahrung ist wichtig.

00:20:50: Es war ein schöner Zug!

00:20:51: Voll.

00:20:52: Also da bin ich ihm auch dankbar dafür.

00:20:54: und so habe ich dann begonnen, hab die T-Shirts produziert.

00:20:57: wir sind dann von so Verkaufsstand, Messestand zum Messestrand also haben wir geschaut wo gibt es so kleine Kreativstände, Messen?

00:21:06: Und sind.

00:21:06: dann haben dann kleine Stände aufgebaut und haben dann T-shirts verkauft und das erste T-shirt vergisst man natürlich nicht dass man verkauft hat.

00:21:15: und so hat sich die Idee entwickelt.

00:21:19: Diese Stände waren sehr erfolgreich.

00:21:20: und dann habe ich mir gedacht, eigentlich wenn es auf einer Messe funktioniert.

00:21:26: Ich brauche nur Besucher also ich braucht nur Menschen die meine T-Shirts oder sehen.

00:21:31: und so ist die Idee entstanden.

00:21:33: ja Wenn ich einen Shop hätte in aber eine guten Lage wo so viele Menschen wie möglich vorbeilaufen Dann könnte funktionieren Und war natürlich auch ein Risiko weil gute Lage gleich teuer.

00:21:48: Ja, so haben wir dann eigentlich die Möglichkeit bekommen in der Grießgasse unseren ersten Laden zu öffnen.

00:21:54: Auf glaube zwölf Quadratmeter habe ich dann mit meiner Frau die Wände gestrichen, provisorische Kleiderstangen gebaut und waren dann wirklich jeden Tag im Geschäft also auch an Wochenenden und haben dann T-Shirts verkauft.

00:22:10: Cool!

00:22:12: Du arbeitest ja mit deiner Frau zusammen?

00:22:14: Wie funktioniert das?

00:22:16: Sehr gut.

00:22:18: Wir ergänzen uns da, glaube ich und bei uns gibt es das nicht dass man sagt ja wir sehen uns eigentlich in den Berufsleben und auch im privaten und dann höre ich oft von Freunden oh Gott ihr seht euch den ganzen Tag und für uns ist das ganz normal eigentlich und ist eine große Unterstützung und wir machen alles zusammen eigentlich.

00:22:42: Gibt's noch mal so Momente wo man sagt jetzt will ich meine Ruhe haben?

00:22:46: Ja, natürlich gibt es auch dann.

00:22:47: Und dann trifft man sich mal mit Freunden und macht mal was anderes.

00:22:51: Natürlich gibt's das.

00:22:52: aber ja, das ist glaube ich auch ganz normal.

00:22:55: Gehört dazu?

00:22:56: Genau!

00:22:56: Zum

00:22:57: Geschäft sozusagen.

00:22:59: Ja.

00:23:00: Und habt ihr auch das Online-Geschäft von Anfang an schon mit gedacht oder hat sie das mit der Zeit ergeben?

00:23:06: Ja natürlich.

00:23:07: also wenn man startet dann ist natürlich online so das erste was man sofort machen kann.

00:23:14: Das war von Anfang an schon, aber erst nachdem wir das Geschäft eröffnet hatten hat sich das Online-Geschäft auch entwickelt.

00:23:22: Weil natürlich viele Besucher aus aller Welt, Altstadt Salzburg die sehen die Sachen dann fliegen sie zurück und dann denken ah da war ja so ein cooles Label und dann kriegen wir plötzlich eine Bestellung aus, weiß ich nicht Südkorea.

00:23:36: Und dann freut es mich natürlich total.

00:23:38: und dann denke man ja die waren sicher schon irgendwann mal da und kennen das halt.

00:23:42: So hat sich diese Entwicklung.

00:23:43: Seid ihr immer noch im selben zwölf Quadratmeter-Geschäft?

00:23:47: Nein, wir sind dann gleich mal nach einem Jahr.

00:23:51: Das ist uns dann zu klein geworden.

00:23:52: Sind wir umgezogen in die Getreidegasse und sind seitdem – seit zwei Dosensechzehn in der Getreidegasse – zwischenzeitlich hatten wir einen Job auf der Kärntner Straße, einen Job bei der Marie Hilferstraße.

00:24:07: Die Grießgasse haben wir auch behalten Und bis vor Corona.

00:24:12: eigentlich hatten wir, glaube ich, fünf Shops und über fünfzehn Mitarbeiter.

00:24:18: Die habt ihr aber jetzt wieder

00:24:20: zugesperrt?

00:24:21: Genau nach der Coronazeit.

00:24:24: In Wien haben wir dann zugesperrt auch nicht wegen Corona sondern wegen dem persönlichen Schicksalsschlag oder der Entwicklung das mein Vater leider verstorben ist recht plötzlich Dann, ich natürlich in der Verantwortung war viel mehr in den Familienunternehmen tätig zu sein und meine Mutter zu unterstützen.

00:24:48: Und dann war das einfach so, dass sich das Ganze nicht mehr so gut managen konnte.

00:24:54: Da hast du dann einfach entschieden wir machen das kleiner.

00:24:56: Genau genau

00:24:57: genau.

00:24:57: Für meine andere Zeit dort mehr... Richtig!

00:25:00: Also, Cryptster ist mein Baby.

00:25:03: Natürlich will ich das immer machen und deswegen habe ich gesagt Coups des aus Salzburg.

00:25:08: Das war unser erster Shop, denn das gibt es einfach nach wie vor.

00:25:12: aber ich muss meine Zeit einfach ein bisschen anders einteilen.

00:25:15: Ja sonst zereistest dich irgendwann dann...

00:25:18: Genau!

00:25:19: Es ist nicht einfach natürlich so schnell zu wachsen.

00:25:22: also ich bin ja auch innerhalb von, sagen wir mal drei Jahren extrem schnell gewachsen, also von zwei Mitarbeitern sag' ich mal bis also Spitzenzeiten zwanzig Mitarbeiter

00:25:35: Ja, das ist schon ganz schön großartig.

00:25:39: Aber wenn es läuft ... Ist es gut?

00:25:41: Dann kann man das ja machen.

00:25:43: Das

00:25:43: war eben.

00:25:45: Und dein Papa ist dann plötzlich verstorben und da hast du einspringen müssen.

00:25:52: Dein Bruder ist auch im Unternehmen mit drin.

00:25:55: Genau, genau!

00:25:55: Und er ist eigentlich zu dritt.

00:25:58: Managst ihr euch jetzt dieses eigentlich ein bisschen ein Imperium ist oder?

00:26:01: Weil die Produktions- auf der einen Seite und dann das Schellingsbekämpfungsmittel, auf der anderen Seite.

00:26:09: Das erfordert glaube ich auch sehr viel

00:26:12: Zeit

00:26:12: und Kraft.

00:26:14: Man muss vielseitig sein.

00:26:16: Das große Glück war auch dass meine Mutter ja schon immer im Geschäft war wir Kinder zwar mitgearbeitet haben von Zeit zu Zeit aber jetzt nicht wirklich involviert waren im täglichen Geschäft.

00:26:30: Meine Mutter kennt natürlich alles, die Abläufe.

00:26:33: Aber es war nicht möglich, dass sie das alleine macht und da haben wir auch in diesen Firmen über zwanzig Mitarbeiter.

00:26:44: Mein Bruder hat zu dem Zeitpunkt noch in Wien studiert und ist dann auch ins Familienunternehmen eher in den Envira, also das Schädlingsbekämpfungsmittel.

00:26:54: Und ich bin dann auch dazugestoßen und das machen wir jetzt bis heute und möchten eigentlich auch den Traum vom Vater so verwirklichen, dass man sagt dieses Produkt ist ein tolles Mittel und es muss nur besser vermarktet werden, bekannt werden.

00:27:15: Ihr wart's ja auch bei

00:27:17: Genau, zwei Minuten.

00:27:21: Wie ist es dazu gekommen dass ihr da mitgemacht habt?

00:27:24: Also ich war da jetzt persönlich wenig involviert.

00:27:26: das hat mein Bruder gemacht weil er eben in Wien wohnt.

00:27:30: wir haben in Wyn unser auch ein Lager wo wir die Logistik haben und die waren dann auf einer Messe.

00:27:39: Das war in der Markshalle oder so.

00:27:42: Und da haben die dann einen Stand gesehen von zwei Minuten, zwei Millionen, wo man so spontan etwas pitchen konnte und da waren eben die bekannten Investoren.

00:27:51: Und die haben sich auch mit seiner Frau dann gedacht ja wir gehen einfach mal hin und ganz spontan unvorbereitet präsentieren wir etwas und das haben sie dann gemacht.

00:28:01: Und es ist wirklich so gut angekommen dass sie eingeladen wurden.

00:28:06: Die waren letztes Jahr auf Sendung Und nach wie vor ist das super angekommen.

00:28:13: Da haben wir echt positives Feedback bekommen und sind jetzt auch in Supermarkketten, auch in Rewe-Grupp sind wir dann reingekommen und Bauhäuser und genau versuchen es Ganze noch größer zu machen.

00:28:28: Ja also...das klingt echt noch viel zu tun und noch viel vor euch!

00:28:35: Ich möchte nur ein bisschen zurückkommen auf den Laden in der Stadt Salzburg.

00:28:41: Wie findest du jetzt die Entwicklungen?

00:28:45: Wie ist das in der Stadtrade?

00:28:47: Läuft das Geschäft von selber oder muss man da schon schauen?

00:28:51: und ja, die ganzen Diskussionen zum Verkehr zu viel durch Ressourcen.

00:28:56: wie siehst du das alles?

00:28:58: Also ich bin jetzt seit fünfzehn Jahren Unternehmer auch in der Altstadt.

00:29:03: Ich habe viel miterlebt und leider, natürlich macht es mich traurig wenn ich die Entwicklung sehe wie's damals war als ich angefangen hab und wie das heute ist.

00:29:13: Und ich kann nur sagen dass natürlich seit der Corona-Pandemie das Ganze sich drastisch verschlechtert hat.

00:29:22: Auch die Unternehmer in der Altsstadt sehr ums Überleben kämpfen.

00:29:27: Es sind ja auch viele zugesperrt.

00:29:30: Viel

00:29:30: zugesperrt, leider genau!

00:29:32: Die die übrig sind kämpfen und das ist glaube ich als Unternehmer immer wichtig dass man sagt Ich kämpfe weiter und versuche auch gegen die Widerstände anzukommen.

00:29:44: aber ich bin natürlich der Meinung Die Altstadt oder die Getreidegasse ist ja weltbekannt.

00:29:52: Das müssen wir uns glücklich schätzen, dass Salzburg auch so etwas hat und das müsste man meiner Meinung nach noch mehr fördern.

00:30:04: In den letzten Jahren habe ich da sehr wenig Unterstützung von der Politik gesehen.

00:30:11: Ich würde mir wünschen, dass sich das ändert etwas wie zu viel Tourismus.

00:30:17: Also ich persönlich kann nichts damit anfangen, also in der heutigen Zeit muss man sich öffnen und je mehr Besucher nach Salzburg kommen, desto besser für mich.

00:30:29: natürlich müssen die Rahmenbedingungen passen, die Infrastruktur passen das ist klar.

00:30:34: aber nur mit beschränkten und verringern und zumachen Das ist meiner Meinung nach nicht der richtige Weg.

00:30:45: Hast du eine Idee, wie man das gut machen könnte?

00:30:50: Es gibt viele Konzepte und Dinge die aufkommen.

00:30:57: Man muss mehr Raum in der Stadt schaffen, finde ich.

00:31:05: Ein Beispiel wurde vor einigen Jahren die Grießgasse umgebaut und wurde ja eine Fußgängerzone gemacht.

00:31:13: Die Idee ist zwar gut und richtig, aber dann passen doch paar Einzelheiten in der Umsetzung nicht.

00:31:19: Wenn ich jetzt heute schau ... die Autos dürfen nicht mehr durchfahren, aber die Busse schon, die öffentlichen Verkehrsmittel.

00:31:28: Dadurch ist ja die Grundidee ein ... Ja, ein Ort des Zusammenkommens zu schaffen in der Grießgasse ja nicht gegeben.

00:31:35: Weil wenn der Buster durchfährt oder durch kracht ... dann kann hier niemand da durchschlendern und sich in schöne, sag ich mal, Cafés mit Gastgärten ist alles nicht möglich.

00:31:45: Und das sind dann Dinge wo ich sage die Idee passt, da kommt was aber sie wird nicht hundert Prozent konsequent Durchdach zu Ende gemacht.

00:31:55: Das ist so meine Meinung dazu.

00:31:58: Ja, das verstehe.

00:32:03: Du hast zwanzig Mitarbeiter, jetzt mit Quipster.

00:32:07: Wie viele Mitarbeiter habt ihr im großen Unternehmen?

00:32:11: Also insgesamt würde ich sagen um die ja vierzig vielleicht.

00:32:18: Wie geht es dir mit Führen oder Schäfsein?

00:32:23: Bist du da hineingewachsen?

00:32:24: Hast du auch Seminare besucht?

00:32:26: Eigentlich gar nicht.

00:32:27: Ich habe mir alles sehr viel selbst beigebracht.

00:32:31: Das war jetzt auch nicht unbedingt im Studium, sodass man lernt okay.

00:32:35: Ich glaube das muss natürlich kommen.

00:32:39: Meine Philosophie ist eigentlich immer verlangen nichts was du nicht selbst machen würdest.

00:32:46: also von meinen Mitarbeitern würde ich nichts verlangen was ich selbst nicht machen würde.

00:32:52: und es ist so ganz wichtig weil man muss auch etwas vorleben Ein Team formen nicht ihr und ich, sondern ein wir.

00:33:02: Das ist immer wichtig für mich.

00:33:04: Und deswegen muss da diese Autorität ganz von natürlich kommen.

00:33:07: Also ich bin kein Fan von sich mal rumschreien, rumkommandieren wie ich das dann manchmal so mitbekommen und dass man sagt ja die müssen Respekt vor dir haben.

00:33:18: also das muss eigentlich natürlich kommen.

00:33:19: wenn es nicht von... also natürlich kommt dann glaube ich passt irgendwas am Führungsstil nicht.

00:33:25: oder vielleicht auch die Chemie mit der Person, die für einen arbeitet oder?

00:33:28: Genau.

00:33:29: Das ist ja auch ganz legitim.

00:33:30: das kann nicht immer passen ist klar und es gibt immer noch das Verhältnis Arbeitgeber-Arbeitnehmer das ist klar.

00:33:38: aber meine Philosophie ist wenn also dass man sagt man formt ein Team und ist nicht nur so von sage ich mal Kommandieren rumkommt bin ich nicht

00:33:49: schön.

00:33:49: dieser tolle Ansatz der gefällt mir sehr.

00:33:54: Ja, das waren jetzt echt viele Dinge die wir da besprochen haben.

00:33:58: Zum Abschluss was wünscht du dir für die Zukunft?

00:34:02: Für euch als Familie?

00:34:03: Für die Firmen?

00:34:04: Für den Standort?

00:34:06: Also natürlich... Wir machen weiter!

00:34:10: Wir sind als Familie alle so, dass wir sehr widerstandsfähig sind.

00:34:17: Als Unternehmer muss man das sein und wir wollen das Vermächtnis auch von unserem Vater fortführen.

00:34:24: Unsere Unternehmen erfolgreich machen natürlich aber auch gute Arbeitgeber sein.

00:34:31: für die Stadt wünsche ich mir einfach, dass sich das wirtschaftliche Umfeld verbessert dass man ein bisschen offener ist, auch neuen Ideen gegenüber und bisschen progressiver an die Sache rangeht.

00:34:47: Und nicht nur mit Beschränken reduzieren verbieten regulieren das ist so etwas was glaube ich uns nicht so voranbringen kann.

00:34:57: Welchen Tipp gibst du jetzt einer jungen Frau einem jungen Mann?

00:35:02: Die nicht in Österreich geboren worden sind wie sie erfolgreich sein können oder wirken können?

00:35:11: Also ganz wichtig natürlich, was ich schon gesagt habe.

00:35:14: Widerstandsfähigkeit, dass man wirklich nicht aufgibt, also Herausforderungen gibt es immer und das klappt auch nichts.

00:35:22: Nicht immer alles.

00:35:25: Wie soll ich sagen, dem muss man sich bewusst sein und dass man seine Leidenschaft oder ihre Leidenschaft findet und da dann demnach geht weil Leidenschafft ist glaube ich so der Der Treibstoff, was dich antreibt.

00:35:42: und wenn man etwas macht, wofür man keine Leidenschaft hat, dann wird man nicht erfolgreich.

00:35:49: Das ist so wichtig und ich glaube alles andere kommt dann ganz von alleine.

00:35:54: Und jeder Mensch hat für irgendetwas eine Ländschaft?

00:35:57: Absolut!

00:35:59: Jeder hat einen Talent.

00:36:00: also da bin ich überzeugt davon und man muss nur seinen Talent finden.

00:36:06: Danke, lieber Arkin für diese spannende Gespräche und auch für die Einblicke in euer Familienleben.

00:36:12: Die Tradition, die ihr habt ist sehr inspirierend finde ich.

00:36:17: Danke!

00:36:18: Danke auch, dass ich da sein durfte und meine Geschichte erzählen durfte.

00:36:25: Wir haben einen Eindruck bekommen wie viel Mut durchhalte Vermögen und auch Vertrauen es braucht um seinen eigenen Weg zu gehen besonders dann wenn die Rahmenbedingungen nicht immer einfach sind.

00:36:37: Die Geschichte von Arkin Akters zeigt, dass Unternehmertum oft weit mehr ist als nur ein Business.

00:36:43: Es ist auch ein Weg sich selbst etwas aufzubauen und seinen Platz zu finden – genau solche Geschichten wollen wir beim RTS-Unternehmertaug sichtbar machen!

00:36:53: Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal beim Rts-Unternemertaug.

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