RTS Unternehmertalk mit David Baumgartner

Shownotes

In dieser Folge zu Gast: David Baumgartner von MiraNext GmbH

Carmen Aichinger spricht mit David Baumgartner über die Entwicklung von MiraNext, den Einsatz von KI im Gesundheitsbereich und die Frage, wie moderne Software Patient:innen, Ärzt:innen und Ordinationsteams unterstützen kann.

Themen der Folge:

  • Wie aus einem internen Projekt im Radiologieumfeld die Idee für MiraNext entstanden ist
  • Warum Online-Buchung nicht automatisch weniger Arbeit bedeutet
  • Wie KI bei Terminmanagement mit Chatbots, Phonebots und Qualitätskontrolle helfen kann
  • Warum David Baumgartner den Gesundheitsbereich aus Sicht der Patient:innen neu denken möchte
  • Was Österreich im Umgang mit KI, Regulierung und Innovation besser machen könnte
  • Wie sich Arbeit durch KI-Agenten und neue Technologien verändern wird
  • Warum Leistung, Ehrgeiz und die Extrameile für ihn entscheidend sind
  • Wie er Unternehmertum, Familie und persönliche Energie unter einen Hut bringt
  • Warum Österreich und Salzburg trotz aller Herausforderungen ein großes Privileg sind

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00:00:06: Herzlich willkommen zum RTS-Unternehmertrock.

00:00:09: Wir sprechen hier mit Menschen, die nicht nur im Alltag arbeiten sondern Ideen haben und den Anspruch Dinge weiterzuentwickeln Denn Fortschritt entsteht immer dort wo jemand bereit ist mehr zu sehen als das was gerade ist.

00:00:25: Heute haben wir einen Gast der genau diesen Weg geht.

00:00:29: Mit MiraNext arbeitet er an neuen Ansätzen denkt weiter und setzt konsequent um Mit viel Einsatz, klarer Vision und den Blick nach vorne.

00:00:40: Lieber David Baumgartner, herzlich willkommen bei mir im Studio!

00:00:44: Schön dass du da bist.

00:00:46: Danke

00:00:48: Ich starte mit einer Frage weil das was Du machst ist sehr vielseitig.

00:00:52: Jetzt habe ich mir gedacht die Frage eignet sich als Einstieggut.

00:00:57: Wie würdest Du jemanden der keine Ahnung hat von dem was Du brauchst in kurzen Sätzen erklären was Du machst?

00:01:05: Das ist eine Aufgabe, die es so kurzfristig zu mir erklären.

00:01:09: Eigentlich ist mein Ursprungsfeld des Radiologin Stuttdorringer in Salzburg, wo ich die kaufwärtsliche Geschäftsführung mache und wir haben angefangen als Selbsthilfeprojekt den ihrer Nächsten zu gründen.

00:01:24: Aus dem Punkt heraus, wir haben uns tiefgehend die Prozesse angeschaut in dem Institut und evaluiert, wie können wir das Institut so aufbauen dass wir für die Patienten den maximal positiven Pfad erstellen können.

00:01:43: Das ist letztendlich das was wir mit Nira Next machen.

00:01:46: Wir haben angefangen Software für Gesundheitsbetriebe zu entwickeln Und nachdem wir von der Radiologie kommen.

00:01:54: Machen wir es jetzt im erster Linie für die Radiologie.

00:01:58: Es ist breit gefächert, weil wir es jetzt nicht limitieren.

00:02:01: Wir sagen, das ist für Gesundheitsbetriebe.

00:02:04: Und das alles mit KI?

00:02:06: Ja, KI ist tief drinnen sowohl im Entwicklungsprozess logischerweise aber auch in den ganzen Prozestschritten die das Tool ermöglicht.

00:02:14: und das fängt an mit Phoneboard, Chatboard und KI-gestützten Prozessen dran zu entwickeln, sind so KI-Auswertealgorithmen die dann den Radiologen helfen besser schneller zu sein.

00:02:31: Hast du in diese Richtung entsprechende Ausbildungen gemacht?

00:02:35: Nein es eigentlich nicht!

00:02:38: Es ist alles irgendwie von einem zum nächsten passiert.

00:02:43: und eigentlich habe ich mal HDL Elektrotechnik gemacht bin dann nach Wien gegangen hab an der TU Wien Maschinenbau studiert dann irgendwie nach Frankreich gestolpert über meine damalige Freundin, die gerne nach Frankrich gehen wollte im Studium.

00:02:58: Und irgendwie bin ich schon zwei Jahre in Paris gesessen und habe dort einen Auslandstudium gemacht.

00:03:04: Dann war ich zehn Jahre in der Industrie bei Bosch in verschiedenen Stationen in Stuttgart eigentlich dann global herumgekommen von Indien, Brasilien, China, USA... ...und hab da das globale Denken gelernt, das grenzenlose Denken bin dann

00:03:22: irgendwann

00:03:22: ins Institut Dwaringer weitergekommen.

00:03:26: Eigentlich über den Weg, dass sich vor längerem eigentlich fast vor zehn Jahren das abgezeichnet hat, dass es mit der Automobilindustrie nicht schwierig sein wird und das haben wir damals schon gesagt also noch in der Bosch-Welt, dass Tesla einen zehn Jahres Industrievorsprung hat.

00:03:44: und ich habe dann das Glück gehabt in der Geschäftsführung von Bosch, in der Automotive-Geschäftsführungen ein Projekt begleiten zu dürfen.

00:03:54: Wo wir analysiert haben warum Bosch aus allen Electronics Akquisen rausfällt?

00:04:01: Die haben wirklich.

00:04:03: vorher waren sie in jeden OEM als in jedem Automobilhersteller tief drinnen und haben die meisten Akquiesen verloren.

00:04:12: Und das war unsere Fragestellung Warum ist es so?

00:04:16: Jetzt sieht man es da und in den Medien, im Managermagazin wird das hoch-und drunter gespielt.

00:04:22: Dass VW Software nicht im Griff hat und Porsche Software Probleme hat und wir da in Europa eigentlich nicht so gut aufgestellt sind von den Automobilherstellern.

00:04:34: Und auch das Gleiche war bei Bosch.

00:04:38: Dann ist vieles zusammengekommen.

00:04:39: Familie Wir haben das erste Kind gekriegt und ich bin in Stuttgart gesessen.

00:04:42: und dann war so die Überlegung was machst du mit deinem Leben?

00:04:48: Nachdem wir die familiäre Nähe zum Institut Doringa haben.

00:04:53: Da gab es ja eine Grillerei

00:04:56: beim Schwiegervater?

00:04:57: Genau, der Schwiegervater, der Ernst Doringer hat dann immer gesagt, da wäre das super wenn du ins Institut kommst und dir eigentlich klar drei Aufträge vergeben.

00:05:06: Und der eine Auftrag war sich die ganze Systemarchitektur anzuschauen.

00:05:13: Ich habe es dann gemacht und bin dann ein bisschen vom Stuhl gefallen.

00:05:17: und so kleine Anekdote.

00:05:18: Man denkt immer online Buchungen, soweit ist das super!

00:05:21: Und was war damals?

00:05:22: Das war vor drei Jahren.

00:05:24: Als wir noch vor drei Jahre haben, haben wir auch so gearbeitet.

00:05:27: Ein Patient bucht seinen Termin online.

00:05:30: Wir kriegen dann von diesem Tool eine E-Mail mit der Überweisung und müssen dann händisch raussuchen im Kalendertool wo ist der Termin.

00:05:37: Wir müssen es dann männlich überprüfen und führt dann dazu eigentlich dass eine Online Buchung deutlich höherer Aufwand ist, als wenn der Patient einfach anruft in der Praxis.

00:05:48: Und wir haben dann wirklich jede Online-Buchung manuell durch eine E-Mail bestätigt und das ist so kann sich da arbeiten.

00:05:54: Du hast

00:05:54: mich bei meiner letzten Mammografie Termin Absprache gegangen, so länger her.

00:05:59: Da war es noch so, weil... Also wie lange gibt's jetzt schon das neue System?

00:06:04: Das sind wir seit letztem Jahr im Betrieb.

00:06:07: Da bin ich schon regegt bei meiner nächsten Untersuchung.

00:06:10: Es geht jetzt automatisch und du kriegst jetzt automatische Bestätigung, der ganze Onboarding-Prozess ist automatisch also so wie man es vom Flughafen kennt.

00:06:18: Jetzt kann man darüber streiten okay mal lagert Prozesse an den Patienten aus aber das macht eigentlich die ganze Prozesskette effizienter weil ein Patient muss er sowieso alles ausfüllen und viel besser ist wenn er es vorab ausfüllt und nicht in der Praxis Wenn's fünf Minuten vor der Untersuchungen ist Drei Minuten vor herauf kommt, eier.

00:06:37: da ist irgendwas Kritisches.

00:06:38: Das macht extreme Nervosität für alle.

00:06:41: Spannend!

00:06:42: Jetzt gehen wir wieder zurück zu deinem Werdegang weil den habe ich sehr spannend gefunden Weil du mir da einiges erzählt hast wie du so tigst und ich glaube dass das sehr viel ausmacht Wie erfolgreich man wird wie wir Einsatz mal bringt Und dass man erzählt Du hast irgendwie immer die extra Meile oder noch ein bisschen mehr gegeben, um weiterzukommen.

00:07:08: Erzähl mal etwas mehr

00:07:09: darüber.".

00:07:11: Ja das ist generell mein Credo.

00:07:13: also ... Um gut sein zu können, es reicht nicht gut zu sein oder sehr kurz zu sein.

00:07:19: Du musst exzellent sein und jede Extremeile gehen!

00:07:22: Und ich glaube jeder andere Unternehmer in Österreich oder der Welt sieht das genauso.

00:07:27: Es ist schwer auch jetzt in der Familie logischerweise wenn man eigentlich ...always on is und gezielt abschalten muss.

00:07:37: Aber letztendlich ist das Kvz-Stundenjob, es ist KvZ-Stundensjob... ...es ist eigentlich immer!

00:07:44: Und die Kunst ist gezielt sich dann zu fokussieren... ...und dann gezielt auch wieder abschaltet zu können.

00:07:50: Das ist sicherlich die Challenge.

00:07:51: aber zum Wertegang... Es hat eigentlich angefangen mit dem Einstieg in die HTL,... ...das war das erste Mal als mich Schule interessiert hat.

00:07:59: Und da war aber gesehen, dass ich kommend jetzt vom allgemeinen Bildungssystem total schlecht vorbereitet war für die HDL.

00:08:07: Das war ihre.

00:08:09: Die Hauptschüler von dem ländlichen Gebiet waren so gut vorbereitet und ich war eigentlich der Schlechterste in der HDL am Anfang.

00:08:14: Ich musste da schon extremen Ehrgeiz zeigen um vorne dabei sein zu können und war dann nach drei oder vier Monaten dabei und konnte immer die Leistung so bringen damit das ganze Sinn macht.

00:08:28: Da braucht

00:08:28: man einen Willen dazu.

00:08:30: oder was hat die da angetrieben, dass du gesagt hast dir wieder dabei sein?

00:08:36: Du brauchst Ehrgeiz, du brauchst Durchhaltevermögen und du brauchest ein Ziel eine Vision.

00:08:41: Und die Vision hatte ich immer.

00:08:43: Ihr wollt immer irgendwas selbstständig machen, etwas aufbauen... Hat eigentlich mit siebzehn oder achtzehn angefangen, dann habe ich schon mal in seinen Online-Shop gebaut für ein Sportartikelversand und ausprobieren, Dinge ausprobierend sehen was nicht funktioniert, adaptieren schnell sein, Trends aufgreifen.

00:09:03: und die Kunst ist aber oportunitäten wahrnehmen.

00:09:08: Aber nicht zu viele Türen aufmachen weil sonst der Trend so zu sagen gut österreichisch

00:09:15: ist.

00:09:15: Ja das stimmt.

00:09:18: wenn du sagst du hast dich hinauf gearbeitet sage ich jetzt mal zur Elite oder also zum Besser sein oder einfach gut zu sein in dem, was du machst.

00:09:32: Wie ist es als junger Mensch wenn man da schon so ehrgeizig ist?

00:09:36: Gibt's da auch Partys und Fortgehen... ...oder bist du so ein Nerd sozusagen der eher

00:09:45: nur

00:09:45: fokussiert war immer als Junger?

00:09:47: Ich

00:09:47: glaub' mal Frau ich kenn sie jetzt seitdem mich damals ein Studium begonnen hat.

00:09:51: die hat mich immer so als Nerd abgestempelt gehabt.

00:09:56: Das war eh witzig.

00:09:56: Wir waren damals in einer WG-Zusammen in Wien, sie war schon ein Jahr weiter im Studium als ich und Sie hat mit meinem Freundeskreis oft Partys gemacht und ich bin halt da im Gesessen und habe irgendwelche Mathe Sachen gelernt Und bin sondern zum Ausgleich Radfang gegangen.

00:10:13: aber das ist halt nicht drinnen.

00:10:16: du kannst nicht bis viel nach Feiern und dann am nächsten Tag Vollgasgegen und die Studie mal mindestens abstechen mit guten Noten weil letztendlich es Wenn es einen gewissen Erfolgsschritt geschafft hat, schauen dann die Leute neidisch vielleicht hin.

00:10:33: Aber das ist ja immer noch die Spitze vom Eisberg.

00:10:35: was in den Momenten dann cool ist, dass du vielleicht am Golfplatz stehst und da ein schöner Moment hast oder irgendwo schon Essen gehst.

00:10:45: Da hast du eine irrsinnige.

00:10:48: Hier sind nicht Schuldaufsicht genommen, eigentlich ist das auch viel verzichten müssen.

00:10:53: Also gut war nie der Mensch, der so extrem feiern und niedersaufen, das war ich nie aber es wollte ich auch nicht.

00:11:02: Wenn du sagst, du willst es erreichen... Das hat mich gefragt ja was gibt's zu jungen Leuten mit?

00:11:08: Ein junger Mensch muss heutzutage und deshalb habe immer angeschaut dass ich die Praktikanten damals bei Bosch ausgewählt hab.

00:11:14: Du musst exzellente Noten haben Also eigentlich schlecht als zwei Komma fünf in der Uni geht nicht.

00:11:22: Du musst einen internationalen Track record mitbringen und das mit zwanzig, und du musst Berufserfahrung mitbringen.

00:11:30: es interessiert keinen einen mittelmäßigen anzustellen.

00:11:34: Das war damals auch in der Industrie so.

00:11:37: wir haben die nicht genommen.

00:11:38: Wir wollten sehen okay das ist schon ein drittes oder viertes Praktikum.

00:11:43: Das Gleiche ist bei der Berufsverfahrung, du musst die extra Meilen gehen.

00:11:46: Du schaust da an was macht ja nebenbei noch zusätzlich und nur so geht es auch im Berufsleben.

00:11:52: Du kannst nicht nur nine to five so schauen über den Tellerrand hin ausblicken und sowieso jetzt in der heutigen Zeit etwas KI betrifft ist sowieso schwierig.

00:12:05: Du musst die Trends mitkriegen und das ist eigentlich meine große Challenge.

00:12:11: Was machen wir, damit wir nicht in einem Monat abkängt sind?

00:12:14: Weil wenn du anschaust was ist das letzte halbe Jahr mit KI passiert.

00:12:18: Ja dann eignet sie so rass an.

00:12:20: Es ist irre ja.

00:12:22: Aber wo hast Du da Deine Schwerpunkte?

00:12:25: Wo hast Du brauchst, damit Deine Firma funktioniert?

00:12:31: Das ist eine gute Frage.

00:12:32: letztendlich Wir sind jetzt mit der MIRA NEXT so gut vierzehn Leute groß und sehr entwicklungsgetrieben noch Softwareentwicklungs getrieben Und was meine Hüte sind, ist jetzt irgendwie HR-Controlling, Sales, Security Officer, Marketing.

00:12:53: Das alles liegt da und das muss man bedienen!

00:12:57: Ich weiß nicht, das Erfolgsrezept ist halt KI.

00:13:00: Ich habe meinen KI-Agenten, jeder macht halt irgendwas für mich... ...und das geht es nicht.

00:13:05: Das stößt

00:13:05: sich wahrscheinlich auch zu ressen weil es sind viele Türen.

00:13:08: wo du vorhin gesagt hast wenn du viele Tören aufmachst Das restste?

00:13:11: Ja, genau.

00:13:12: Und

00:13:12: so hilft dir die KI, dass du das alles unter einen Hut bringst mehr oder weniger?

00:13:16: So ist es ja!

00:13:18: Aber letztendlich in der dynamischen Phase, in der wir uns jetzt befinden kannst du jetzt extrem viel machen, extrem viel erreichen.

00:13:25: also jetzt ist genau die Zeit, jetzt ist es genau perfekt und das kannst du nutzen oder nicht?

00:13:31: Also du hast mehrere Nächste eigentlich nur Unteranführungszeichen für das Institut Storringer aufgebaut.

00:13:40: Gibt es da jetzt eine Reise, die weitergeht oder ist das schon?

00:13:44: Eine Station gibt's bei dir

00:13:45: nicht.

00:13:45: Nein, eine Station gibt es nicht.

00:13:48: Die Vision bei uns im Institut ist, die Prozesse dahin zu bringen und wo wir sie sehen und wo die Zukunft ist.

00:13:57: Da gehen jetzt die ersten Schritte, also das ganze Booking zum Beispiel, haben wir komplett auf die neue Plattform gehoben.

00:14:04: Und da gibt es ganz viele Elemente, die dazukommen, jetzt Phoneboard, Chatboards... dann die ganze Qualitätsüberprüfung mit KI, weil im Hintergrund passiert schon kann viel Fehler auf das passieren wenn man einfach über hunderttausend Patienten versorgt pro Jahr.

00:14:21: Wenn du nur eine Prozentfehlerrate hast sind es schon tausend Patienten wo irgendwas im Prozess aufgehoben werden muss oder repariert werden muss.

00:14:31: Das soll halt die KI alles schon nochmal kompensieren und verbessern.

00:14:36: Das ist die Reise.

00:14:37: In erster Linie mal für Dorenger das gut machen, dass wir für uns happy sind da wo wir hin wollen und logischerweise ist es nicht nur ein Selbsthilfeprojekt für uns sondern eigentlich für alle anderen.

00:14:47: Und die Vision ist, dass Wir Wartezeiten reduzieren.

00:14:51: Die Patienten, die ja Menschen sind hier auch Unternehmer sind im Berufsalter-Gestress haben die Familie zu auseinander usw.

00:15:00: Dass du dann eigentlich nicht in der Praxis Echt auf fünf Wochen auf dem Termin gewartet hast, dann brauchst du noch in der Praxis zwei Stunden Wartezeit.

00:15:08: Und da das nochmal zwei Wochen bis du deinen Befund hast – das geht so nicht!

00:15:13: Also haben wir zum Glück noch nie gehabt beim Institut?

00:15:16: Weil es gibt viele wo es so ist und das wollen wir abstellen.

00:15:19: Das ist nicht der Anspruch.

00:15:21: Das heißt, das ist letztendlich ein Ziel, dass viele Axtpraxen oder größere brauchen.

00:15:30: Ordinationen mit diesem System arbeiten können.

00:15:32: Also nicht nur Radiologen, sondern...

00:15:34: Ja also wir haben es jetzt logischerweise mal voll durchgestochen auf Radiologie, weil das ist das was für Können und Gut sind.

00:15:41: Und wir sind nicht alleine zum Glück, wir machen das mit mehreren Pilotkunden ganz verteilt aus Österreich und auch einem Pilotkunde aus Deutschland.

00:15:52: Wir werden gleich mit Österreich dann gleich auch den deutschen Markt bedienen.

00:15:58: Warum?

00:15:58: Weil der einfach zehnmal so groß ist wie Österreich.

00:16:00: Und wenn wir gut sind in der Radiologie, schließen wir das gar nicht aus dann auf andere Fachgebiete dann auszurollen.

00:16:09: Zumal ja sowieso mit diesen multidisziplinären Gesundheitseinrichtungen wie in Österreich die Primärversorgungszentren, dann sowieso auch wenn es dann in die Prozesse reinschaut was die haben, da brauchtest du sowieso ein Tool dass mehrere Fachrichtungen abdecken kann.

00:16:24: Was jetzt schwierig

00:16:27: Ja, weil man braucht wahrscheinlich auch für Fachgebiete unterschiedliche Herangehensweisen.

00:16:32: Ein Zahnarzt arbeitet ja anders als der Hautarzt oder der Allgemeinmediziner.

00:16:40: Das

00:16:41: sind zwar ganz generisch immer wieder die gleichen Patienten kommt und kriegt eine Untersuchung geht wieder heim aber trotzdem im Detail sind es dann andere Anforderungen.

00:16:49: Und auch die Befundbearbeitung wahrscheinlich auch wie die aufbereitet wird und so.

00:16:53: Komplett unterschiedlich!

00:16:57: Glaubst du auch, dass das Arbeitsplätze ruinieren wird?

00:17:04: Man hört es jetzt so oft in den Medien.

00:17:07: Es wird gewisse Jobs nicht mehr geben weil die KI alles ersetzt.

00:17:13: Wie siehst Du das?

00:17:14: Also ganz ehrliche Meinung ist, es wird sicherlich viel passieren.

00:17:19: Wir waren letzte Woche bei einer Innovationsreise in Dublin dabei sein wo einige Unternehmen aus Österreich mit dabei waren und wir da ein bisschen in die Zukunft geschaut haben.

00:17:31: Wir waren bei Microsoft, Google, Amazon und haben so gehört was die machen und was die sagen und das eines hängen geblieben.

00:17:39: Die haben gesagt ja was ist die Transition?

00:17:42: Die sagen AI Frontier-Firm dazu also was muss du machen damit du eine Firma bist die komplett mit KI-Agenten arbeitet.

00:17:50: Und das ist so, da es früher ein Mensch arbeitete mit einer KI und die sagen in Zukunft arbeitet ein Mensch mit zehn KI-Agenden oder zwanzig.

00:17:58: keine Ahnung!

00:18:00: Ich glaube schon dass sich die ganze Arbeitswelt ändern wird.

00:18:05: Die, die mit KI arbeiten sind nicht betroffen.

00:18:09: Die die sich vor dem Weigern oder vor Verschließen und die nicht im direkten Menschenkontakt sind werden Probleme bekommen.

00:18:19: Keine Ahnung, was Robotics macht.

00:18:21: Weil viel auch im Blue-Color umfällt.

00:18:24: Kannst du ja mit Robotern jetzt mittlerweile also diesen humanoiden Robotern ersetzen?

00:18:30: Da sieht man ganz viel in China, was die schon mittlerweile machen.

00:18:35: Was glaubst du, wie schnell geht die Reise, dass die Robotik bei uns greift?

00:18:40: Wenn es dem Elon Musk zuhörst dann war sie ja schon längst und ich glaube das wir in Europa schon etwas hinten sind.

00:18:47: leider Auch was so autonomes Fahren betrifft, da ist einfach China total vorne mittlerweile.

00:18:55: Und das hängt stark davon ab, dass wir als EU Erlauben EI-Akt großes Frage zeichnen.

00:19:03: Was ist EI?

00:19:05: Das ist die KI Regulierung von der EU, wo man halt echt drüber ketzerisch sagen kann, die anderen Entwickliens und wie in der EU regulieren

00:19:17: sie.

00:19:19: Da beißt sich die Katze in den Schwanz.

00:19:21: auf Deutsch gesagt

00:19:22: Ja, es ist... also wir sind ja eine KI-Firma und tun uns schon schwer mit den Regularien.

00:19:29: Weil du halt extrem viel Reibungsverluste hast um das ganze EUkonform zu machen und viele kannst du so nicht einsetzen wie wo anders gemacht wird.

00:19:39: Bist Du dann versucht auszuwandern?

00:19:43: Man denkt regelmäßig darüber nach aber wir bleiben da.

00:19:48: Da haben wir ein tiefes Herz in Österreich, in Salzburg.

00:19:51: Das passt perfekt wenn man mal schaut.

00:19:55: Man muss immer alles zu Ende denken.

00:19:57: Auf der anderen Seite des Zauerns ist es immer schön.

00:20:02: Wir haben ja eine Tochterfirma in Südafrika gegründet vor ein paar Monaten und waren dort für einen Kickoff.

00:20:11: Und dann schaust du mal hinter die Kulissen was für eine Kriminalität dort ist.

00:20:18: Willst du wirklich, dass deine Kinder dort alleine zur Schule gehen, wo du nicht weißt?

00:20:26: Wir haben die Kollegen jetzt gerade da sitzen.

00:20:28: Die sagen in Joeberg und Johannesburg gehst du unter Tags nicht auf der Straße raus!

00:20:33: Du bleibst daheim.

00:20:35: Du fährst mit Taxi hinwohlen.

00:20:38: Ich war in deiner Neunzig für sechs Monate in Südafrika in Joeberg Und ich war jung und sehr unbedaft und mir wundert es bis heute an mir nichts passiert.

00:20:48: Ich war mit einer Freundin dort, wir haben da so ein Appär gemacht.

00:20:51: Mit allen möglichen Jobs und so.

00:20:54: Und das ... uns war es in dem Moment wo man überhaupt nicht bewusst, aber wenn ich heute dran denke, wenn du Kinder hast und alles Mögliche, ich weiß auch wie die das damals gemanagt haben.

00:21:07: Wir haben dabei eine Familie gewohnt mit vier Kindern.

00:21:11: Die haben die Kinder in die Schule gebracht und wieder abgeholt.

00:21:13: Da gibt's nix, die Kind geht allein in der Schule weil das einfach zu gefährlich waren.

00:21:19: Und es war schon etwas, wo ich mir dacht hab na so leben willst du nicht?

00:21:24: Da ist in Salzburg schon sehr beschaulich muss man sagen.

00:21:28: Ja das verstehe

00:21:29: ich, dass zog immer nicht hin.

00:21:32: Damals als bei mir darum gegangen ist der nächste Karriere-Schritt bei Bosch, da haben sie mich gefragt, ob ich nach Wuschi neben Shanghai ist.

00:21:41: Das ist eine große Stadt oder Ja, der damalige Leiter von Hallein war dann fünf Jahre in Indien.

00:21:51: Oder ja bei mir war er zum Bewährungsgespräch in Detroit also neben Stadt von Detroit, da wäre tatsächlich hingang und das ist eigentlich gar nicht so schlecht.

00:22:01: aber letztendlich die sind ein irrsinniges Privileg wenn man hier in Österreich die Chance hat sein zu dürfen leben zu können die Kinder da in die Schule zu bringen in der Früh sie auch alleine Sachen ausprobieren lasst Das ist schon toll.

00:22:17: Also an sich ist das eines der besten Länder der Welt, dass wir hier haben.

00:22:21: Wir müssen halt schauen, dass man es erhalten und... ...das ist schon das große Risiko, das ich sehe da wo wir jetzt hinsteuern mit den ganzen demografischen Themen.. ..mit der Alterung der Bevölkerung.

00:22:37: Mit dem was wir jetzt haben, mich wunderts ehrlich was da los ist gerade dieses Thema Leistung.

00:22:43: Jetzt mal vorher kriegt was ich da so auf für.

00:22:45: in meinem Wahnsinn vielleicht, aber so viele Leute gibt's nicht die es so denken und viele kommen nach und haben irgendwie... Ich weiß nicht.

00:22:55: teilweise denke ich du musst dir die jungen wachrütteln.

00:22:59: oder wenn sagen Leute kriegts eigentlich mit was sich da gerade abspielt in der Welt?

00:23:03: Wenn ein junger Gymnasiumsabsolvent zu uns kommt zum Bewährungsgespräch oder junge Unabsolventen sagen nein möchte jetzt dann halbtags arbeiten Und als erster wirst du mal gefragt, was bieten wir alles?

00:23:17: Wie sind da die Benefits?

00:23:21: Das verstehe ich nicht.

00:23:23: Als ich angefangen habe nach der Uni, hab ich nicht gefragt, ob ich verdiene.

00:23:27: Es war mir komplett egal.

00:23:29: Ich hab nicht gefragt wie lange ich arbeiten muss und das war mir egal.

00:23:34: Du hast mir eine Geschichte erzählt, wo du ausgestempelt hast

00:23:37: noch zehn Stunden... Ja!

00:23:38: Das war damals so.

00:23:39: ...und

00:23:39: dann wieder reingegangen bist weil du dranbleiben wolltest.

00:23:43: Ja, wie bei jedem Konzern hast du deine Karrierezyklen.

00:23:48: So drei, vier Jahre hast die Chance dann weiterzukommen und in deiner Abteilung jung anfangst – das wird ja immer dünner!

00:23:57: Aber zuerst hast du halt keine Ahnung, in einer Abteilungen vierzig Leute und du weißt nach drei Jahren, hast du die Chance dich zu bewerben, dass du dann die Stufe hoch kommst.

00:24:06: Das heißt eigentlich Zeit.

00:24:09: Du hast eigentlich ein Jahr einmal gebraucht, bis du mal weißt was du tust im neuen Unternehmen.

00:24:13: Dann hast du Zeit im zweiten Jahr, dass du der Beste wirst.

00:24:18: Und dann im zweiten ja muss eigentlich jeder wissen auch von den anderen Erteilungen das du Potenzial hast und dann macht Sinn, dass Du Dich bewirbst fürs weiterkommen Programm sozusagen.

00:24:30: Und da bist Du aufgenommen oder machst den Karriere-Sprung und fangt das alles wieder von vorne an!

00:24:35: Das geht nicht in vierzig Stunden und es geht auch nicht in zehn Stunden, das ist so.

00:24:40: Und das hat damals noch die zehn Stunden Regelung gegeben, die sind jetzt sehr aufgeweicht worden.

00:24:43: zum Glück sage ich, auch als Arbeitnehmer.

00:24:47: Ich wäre nicht weitergekommen hätte ich nicht von sieben oder dreißig bis neun zu dreizig gearbeitet und das war damals laut Arbeitsrecht nicht erlaubt.

00:24:56: was tust du?

00:24:57: Das Unternehmen sagte offiziell Du musst heim du darfst nicht arbeiten.

00:25:00: Ich habe es halt umgangen.

00:25:02: Ich bin bei der Tür raus und bei der Hintertür wieder rein und da weiter gearbeitet Und auch... und ist alles gratis, gell?

00:25:09: Das zahlt ja keiner.

00:25:11: Was nicht registriert ist hat mich stattgefunden.

00:25:14: Das Gleiche ist halt am Wochenende.

00:25:16: Wir haben Riesenarquisen gehabt, das war Bosch und anderer Großkonzern.

00:25:23: Wir wussten dass dann riesiges Potenzial ist und wir haben eigentlich alles akquiriert.

00:25:26: aber warum?

00:25:27: Weil wir halt einfach Ort befand haben!

00:25:30: Wir waren besser, wir haben geliefert... ...wir haben trotz den höheren Preise in Österreich das Vertrauen schaffen können, dass wir das liefern.

00:25:36: und es geht auch nur wenn du kurzzeitig reagierst.

00:25:41: Geht nicht in vierzig Stunden.

00:25:45: Wie machst du das mit deiner Familie?

00:25:46: Du bist Vater, du hast eine Frau.

00:25:50: Wie kriegst du da irgendwie alles

00:25:54: zusammen?".

00:25:55: Das ist das größte Spannungsfeld überhaupt!

00:25:57: Das ist auch jetzt zerreißend.

00:25:59: Wir haben gerade gestern wieder drüber gesprochen.

00:26:02: und was macht es aus... Es ist eigentlich die Qualität-Time.

00:26:06: Es macht nicht aus dass du dreißig Stunden daheim herumsitzt oder halt keine Ahnung um vier dahin bist.

00:26:15: eher so die gezielten Momente mit der Familie.

00:26:17: Also ich freue mich erst nicht, in der frühte Kinder eine Schule und Kindergarten zu bringen.

00:26:22: Das sind Momente, wo wir nur für uns sind oder auch am Abend die Kinder ins Bett bringen.

00:26:27: Auch wenn es dann mühsam ist, wenn keiner um dir zwei Stunden auf der Nase rumgetanzt wird weil immer Mittag geschlafen hat im Kindergart noch nicht müde ist am Abend.

00:26:34: Aber da sind das genau wieder schöne Momente.

00:26:38: Und was halt absolutes Ziel ist Mir auch total wichtig ist, am Wochenende einfach komplett für die Familie da zu sein.

00:26:47: Aber das ist genau die Schwierigkeit!

00:26:49: Jetzt hast du eigentlich einen Marathon den du jeden Tag laufst und dann kommst du heim und musst du vom Full-Speed-Sprint auf Null runter schalten und dann voll da sein und im Kopf da sein.

00:27:02: Und das ist das was mir brutal schwerfällt und wo ich selber jeden Tag daran arbeite dass irgendwie dieses Spannungsfeld...

00:27:12: Ich verstehe das total gut, weil ich habe ein Enkelkinder und wenn ich viel zu tun habe, bin ich meine Elemente unterwegs.

00:27:19: Und dann treffe ich den kleinen Mann und bin voll bei ihm.

00:27:24: Er holt mich auch runter!

00:27:26: Da kannst du nicht nebenbei noch an irgendwas anderes denken.

00:27:28: Das funktioniert nicht, denn die Kinder werden dann lästig.

00:27:32: Du würdest wohl nicht

00:27:34: präsent haben, gell?

00:27:34: Mein damaliger Chef der Franz Kastner ist super einer der besten Krankenhausmanager.

00:27:40: Denn es gibt in Österreich das Teil der Winsensgruppe, da hat sie mir gesagt, tschau meine Enkelklima sind die beste Psychotherapie!

00:27:47: Ich bin fünf Minuten bei denen und alle Probleme sind eliminiert, die gibt's nicht Und das ist super.

00:27:52: also genau so.

00:27:55: Also für mich ist es schön zu sein mit dem Buben mit einem Radl auf den Geißberg zu fahren.

00:28:00: Das gibt nix Schöneres und die Momente sind jetzt in fünf Jahren interessiert.

00:28:04: Genau,

00:28:05: das ist der springende Punkt.

00:28:07: Gibt es dich sonst auch noch?

00:28:09: Hast du irgendwie so Momente wo du sagst da bin ich mal nur für mich.

00:28:13: Kannst du diese Zeit auch noch dir herausnehmen oder ist das momentan nie zu drin?

00:28:19: Wir arbeiten dran!

00:28:25: Was würdest du jetzt als Schlusswort unseren Zuhörerinnen und Zuhören mitgeben.

00:28:35: Ich finde, das gilt für uns alle und für mich genauso wie für alle anderen dass wir nicht ständig in diesen Bad News Gedanken sein

00:28:45: dürfen

00:28:46: sollen.

00:28:47: Wir müssen immer die Opportunitäten sehen!

00:28:49: Wir müssen schauen was toll ist und da dürfen wir uns auf das nicht ausruhen.

00:28:52: Wir müssen jeden Tag uns neu erfinden und Gas geben und das erhalten wo wir jetzt gerade stehen.

00:28:59: Was mir an dir so gefällt ist, wann du über deine Arbeit sprichst und das was dein Leben ausmacht, du strahlst zu richtig.

00:29:06: Und es gibt mir auch Hoffnung weil ich weiß wenn ich das tun darf, was ich gerne mache, was meine Leidenschaft ist dann erfüllt es mich und dann gibt's eigentlich keine Arbeit mehr.

00:29:18: Das ist eigentlich der schönste Schlusssatz.

00:29:21: Das muss ich auch noch kurz sagen.

00:29:22: Gerne!

00:29:23: Ich habe mir immer gedacht ok Studium ist schwer usw.. Aber was für Studium ist schwer, wann das genau das ist?

00:29:31: Was deine Leidenschaft ist.

00:29:34: Das ist jetzt der Schlusssatz!

00:29:36: Danke David für deine großartigen Einblicke in dein Leben und genau solche Geschichten wollen wir beim Unternehmertag weiterhin sichtbar machen.

00:29:48: Danke fürs Zuschauen bis zum nächsten Unternehnertag.

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