RTS Unternehmertalk mit Roland Stemper
Shownotes
In dieser Folge des RTS Unternehmertalks ist Roland Stemper, Head of Operations Ski Excellence Center Tecnica Group, bei Carmen Aichinger zu Gast.
Blizzard steht seit 1945 für Skigeschichte aus Mittersill. Im Gespräch geht es um die Entwicklung der Marke, um Innovationen im Skibau und um die Frage, warum ein Ski weit mehr ist als nur ein Sportgerät. Roland Stemper gibt Einblicke in Produktion, Planung, Ausbildung und Teamarbeit – und erklärt, wie aus vielen einzelnen Arbeitsschritten ein Produkt entsteht, das weltweit auf Schnee unterwegs ist.
Außerdem spricht er über die Bedeutung des Standorts Mittersill, über die Rolle der Tecnica Group und über die Verantwortung gegenüber Mitarbeitenden – auch in schwierigen Zeiten, etwa mit Blick auf die Produktion in der Ukraine.
Themen dieser Folge:
- Die Geschichte von Blizzard – von Toni Arnsteiner bis heute
- Warum Mittersill ein besonderer Standort für den Skibau ist
- Wie moderne Skiproduktion funktioniert
- Was Ausbildung und Fachkräfte für die Industrie bedeuten
- Warum Just-in-Time in der Skibranche eine Herausforderung ist
- Wie Verantwortung in internationalen Produktionsstrukturen gelebt wird
- Was einen guten Ski emotional und technisch ausmacht
Links: Blizzard-Tecnica: https://www.blizzard-tecnica.com/global/en Tecnica Group – Standort Mittersill: https://www.tecnicagroup.com/mittersill/ Tecnica Group: https://www.tecnicagroup.com/
Transkript anzeigen
00:00:06: Herzlich willkommen zum RTS-Unternehmer Talk.
00:00:09: Wir sprechen hier mit Menschen, die Verantwortung in Unternehmen tragen und tagtäglich daran arbeiten Qualität Innovation und Wirtschaftlichkeit in Einklang zu bringen.
00:00:19: gerade in der Industrie wo Präzession Erfahrung und Weiterentwicklung entscheidend sind zeigt sich was es wirklich bedeutet ein Unternehmen erfolgreich zu führen.
00:00:30: Heute haben wir einen Gast, der genau in diesem Umfeld tätig ist.
00:00:34: Als Head of Ski Operations von Blitzat in Mittersill steht er für eine Marke die weide über die Region hinaus bekannt ist und für Produkte, die auf der ganzen Welt im Einsatz sind.
00:00:46: Lieber Roland Stemper, schön dass du da bist!
00:00:49: Ich freue mich auch jetzt ein Danke.
00:00:51: Es freut mich ganz besonders mit dir zu sprechen weil ich habe wie schon erwähnt meinen ersten Skis.
00:00:56: Wir haben mich wieder in Erinnerung gerufen, das war ein Blitzarzt Firebird.
00:01:02: Der war noch orange mit blauer Kastal drauf
00:01:05: und
00:01:06: den habe ich zu Weihnachten gekriegt.
00:01:08: Und da war es so stolz weil ich jetzt einen Firebird hab.
00:01:13: Absoluter Klassiker.
00:01:14: der ist hier ja?
00:01:14: Ja immer noch wahrscheinlich.
00:01:16: Immer noch wenn wir ihn wieder auferstehen lassen zumindest dem Namen nach des Designs etwas anders.
00:01:20: Ein bisschen
00:01:21: moderner wahrscheinlich.
00:01:23: Ist das auch so ein Firebird oder?
00:01:25: Das
00:01:25: ist so ähnlich wie der Firebird.
00:01:29: Ja, Blitzat ist eine Marke die man weide für die Region hinaus kennt.
00:01:35: Weltbekannt eigentlich.
00:01:39: Wichtig, anstehender Tony.
00:01:40: Genau, eine Legende sozusagen.
00:01:43: Erzähl' mir ein bisschen mehr drüber.
00:01:47: Wie gesagt, von Tony Ansteiner entstanden aus einer Wagner-Tischlerei.
00:01:53: Er hat die ersten Ski gebaut, damals noch Holz-Ski.
00:01:59: Das Unternehmen hat sich dann relativ rasch entwickelt und sehr schnell gewachsen in den folgenden Jahren.
00:02:09: Blitzert und auf der Anstelle von Toni war immer ein Mensch, der sehr interessiert war in neuen Ideen, neuen Techniken, Technologien.
00:02:18: Der erste Epoxy-Ski ist bei Blitzelt entstanden, Siebdruckverfahren ist bei blitzelt eingeführt worden.
00:02:22: Also Blitzeld war immer Technologieführer in der Skibranche, ist dann zu den Höchsteiten waren ungefähr sechshundert Mitarbeiter am Standort im Mittasill beschäftigt und ja es gewachsen, gewachsen!
00:02:39: Wo habt ihr die sechsehundert Mitarbeiter herbekommen?
00:02:42: Das waren sicher nicht als Spinskarre.
00:02:44: Nein, das waren sicher keine Spinsgarre.
00:02:45: Das waren für die ersten Gastarbeiter, die dann auch gekommen sind und mit der SIG erarbeitet haben wir als Ex-Jugoslawien.
00:02:52: Wann war das ungefähr wie es begonnen hat mit so vielen Mitarbeitern?
00:02:56: Was war das?
00:02:56: Das muss in den Achtzigern gewesen sein ja...
00:03:01: Das merkt man jetzt mit, dass hier ist eigentlich eine sehr multikulte Stadt.
00:03:05: Ja, absolut.
00:03:06: Es sind sehr viele die auch damals... Also wie begonnen hat bei Blitzer?
00:03:10: Sind noch Leute ein Mitarbeiter da gewesen, die wirklich da waren und die ersten gewesen sind sozusagen der Gastarbeiter, die damals zu uns gekommen sind und bei Blitz gearbeitet haben und ja mittlerweile im Pensionen viele davon.
00:03:23: Der Tony Ansteiner war auch polarisierende Persönlichkeit.
00:03:28: ist er gewesen.
00:03:30: Man hört die unterschiedlichsten Geschichten, das war natürlich alles vor meiner Zeit beblitzert aber man hat da schon viele Geschichten gehört in der Firma aber auch außerhalb in den verschiedensten Bars wo er sie dann seine Duelle geliefert hat mit dem Rohrmosa oder anderen.
00:03:44: Aber er hat sehr viel für die Region gemacht weil er eben diesen Betrieb dort aufgebaut hat und die Zeiten sind ja dann irgendwann sehr schwierig geworden.
00:03:53: wie war es?
00:03:55: Ja, also wie gesagt der Skimarkt hat gebohmt.
00:03:58: Das ist alles gewachsen und in den Neunzigern ist es dann plötzlich zum Einbruch gekommen.
00:04:04: Alle anderen Österreichischen Schischierhersteller sind genauso mitgewachsen.
00:04:07: Blitz hat eine Halle nach der Anderen.
00:04:10: Und in den neunzigernen ist halt dann dieser Einbruchs gekommen, der letztendlich dann in den Nineteinfünfundneunzig auch zum Konkurs geführt hat.
00:04:17: Wie ist denn weitergegangen?
00:04:19: Da muss man ganz ehrlich sagen, da haben wir dank der damaligen Hausbank, Raifeißen war das zu dem Zeitpunkt.
00:04:26: Die hat wirklich den Standort am Leben gehalten.
00:04:28: also die hat immer wieder Geld hineingepumpt, hat geschaut dass der Standard erhalten bleibt.
00:04:32: es hat dann unterschiedliche Eigentümer Strukturen oder Eigentümme gegeben, wechselnde Verhältnisse und bis dann letztendlich eigentlich ja bis zwei tausend sechs dann die Technikergruppe dann den standort und Mark übernommen hat.
00:04:49: Die Technikakruppe ist ja ein italienischer
00:04:52: Familienbetrieb.
00:04:55: Ja, es war zu dem Zeitpunkt quasi ein Familienbetrieb mittlerweile.
00:04:58: Es gibt einen größeren Anteilseigner auch von einem Investmentgruppe aber noch immer in der Majorität die Familie.
00:05:12: Techniker ist vielleicht nicht viel in der Begriff.
00:05:15: Wie gesagt, der italienische Konzern bestehende aus den Markentechnikern Skischuhe sind eigentlich sehr bekannt oder auch Autor.
00:05:24: Dann Nordiker mit Ski und Ski-Schuhen.
00:05:27: dann jeder wird kennen die Mumboots.
00:05:30: Der Seniorchef Giancarlo Zanatta, der eben auch das betreibende Kraftwerk damals für den Kauf von Blitzer hat Mumboot erfunden, dann gehört nur dazu Rollerblade, Inlinesketter und Lover mit Berg- und Wanderschuhen.
00:05:46: Und natürlich dann Blitzart.
00:05:49: Und wird was anders im Mittelsill auch produziert?
00:05:52: Nein wir produzieren nur Skis!
00:05:54: Wie viele Mitarbeiter sind am Standort Mittelsill beschäftigt?
00:05:57: Im Bereich Factory, also als unmittelbares Produktionsumfeld betrifft, sind es hundertsechzig Mitarbeiter in Mittelsil.
00:06:05: Insgesamt am Standart zweihundertzehn, weil der Vertrieb für Techniker Group Ostführ ist auch im Mittelsee am Standard und der Rennlauf wird auch vom Mittelsail ausbetreut.
00:06:16: Also zweihundzehn insgesamt!
00:06:18: Du hast mir schon vorher mal erzählt, dass bei Blitzot sehr viele verschiedene Berufsbranchen im Unternehmen vertreten sind.
00:06:26: Ganz viele verschiedene Berufe, die bei euch sozusagen Arbeit finden.
00:06:31: Was gibt es da alles?
00:06:33: Das ist so wichtig und wir legen sehr viel Wert auf Ausbildung – also auf Lehrlingsausbildung!
00:06:41: Aktuell haben wir neun Lehrlinge.
00:06:43: Wir bieten aus im Büro Kaufrauer dann IT, Design, Maschinenbautechnik, Elektrotechnik und Skibau Und wie gesagt, jetzt noch in Lehrlinge.
00:06:56: Wir sind auch sehr stolz darauf ein ausgezeichneter Salzburger Lehrbetrieb zu sein und vor allem haben wir im Jahr zweizig-fünfundzwanzig letztes Jahr mit einem Lehrling aus Meitibereich, mit der Frieda die hat den Salzburger Leerlingspreis also das Lehrling des Jahres eben dann Salzburg geworden.
00:07:17: Das ist ein cooler Aufhänger für einen so einen Betrieb wo man sagt
00:07:21: Absolut und wir nehmen das sehr ernst.
00:07:24: Mietersil- und Blitzart hat immer Lehrlinge ausgebildet, und wir forcieren es wirklich noch einmal, weil wir sehen einfach dass die Mitarbeiter, die wir selbst ausbilden, dann hoffentlich auch die Mitarbeiter und auch Führungskräfte der Zukunft.
00:07:40: Wir legen sehr viel Wert darauf, selbst Mitarbeiter auszubilden Führungspositionen zukünftig mit eigenen Mitarbeitern zu besetzen.
00:07:55: Auch in der Vergangenheit immer so stattgefunden, also es sind jetzt noch Mitarbeiter im Mittelsil die bei Blitzert gelernt haben.
00:08:01: Jetzt in Führungspositionen sitzen und jetzt dann schon demnächst da in den nächsten Jahren irgendwann einmal in den Wohlverdienten Ruhestand gehen werden.
00:08:08: Also ein Berufsleben begonnen bei Blitzer und danach beendet.
00:08:12: Das
00:08:12: ist halt eigentlich nicht mehr so üblich?
00:08:14: Es ist absolut unüblich mittlerweile ja aber es ist wichtig, es ist gut.
00:08:22: Es ist auch für das Unternehmen sehr, sehr vorteilhafter.
00:08:25: Weil damit natürlich sehr viel Erfahrung und sehr viel Wissen, sehr viel Kompetenz im Unternehmen ist.
00:08:31: Und da bleibt?
00:08:32: Und auch bleibt und weitergegeben werden kann!
00:08:37: Wenn man sagt okay am Standort gibt es sehr viel kompetenz.
00:08:41: Der Standort hat gar keine Kompetenzen.
00:08:42: Kompetent sind die Menschen, die da arbeiten und sich einbringen und engagiert jeden Tag mitwirken.
00:08:51: Also ihr seid so ein bisschen Erwärmung für Karriere mit Lehre?
00:08:57: Kann man sagen, richtig.
00:08:59: Und was wir jetzt da forcieren ist Matura – Lehre mit Matura.
00:09:03: Wir organisieren jetzt gerade bei unserem Standort für den ganzen Oberbinzgau die Theoretischen Kurse, die da stattfinden.
00:09:10: Das wird bei uns im Mittelsill am Firmenstandort stattfinden und wir stellen hier die Infrastruktur zur Verfügung, die Räume, weil uns das extrem wichtig nicht nur diesen Beruf zu lernen, sondern auch auf ein umfangreiches Allgemeinwissen mit den jungen Menschen zu vermitteln oder dazu beizutragen.
00:09:30: Ja und die Matura ist ja doch da für einen Lehrlinger-Türöffner, dass er dann andere Ausbildungen dazumachen kann, Unterführungskraft dar werden zu können?
00:09:37: Richtig!
00:09:38: Ja klar.
00:09:38: Weil es steht mir gut an mein Ohr wenn man
00:09:40: sich wirklich beeinflusst.
00:09:43: Es wird immer wichtiger breiter aufgestellt sein.
00:09:45: das ist absolut richtiger.
00:09:46: Wie war eigentlich dein Werdegang?
00:09:49: Mein Werdegang, ja.
00:09:52: Ich habe nicht klasse Skibau gelernt.
00:09:56: Ja, ich bin im Mittelsjahr geboren und zur Volksschule gegangen.
00:10:01: Dann mit zehn Jahren haben meine Eltern gemeint, ich wäre geeignet ins Werkstuhlheim-Felberthalt zu gehen.
00:10:08: Das war schon neunjähriges Internat.
00:10:12: Das ist nicht ganz einfach!
00:10:15: Aber wenn ich dich hier zu ohr schaue, glaube ich hast du keine Entschaden davon getragen.
00:10:20: Zumindest sieht man das nicht.
00:10:23: Wer kann eine schauen?
00:10:26: Das Internat war schon ein Riesen-Challenge mit zehn Jahren und mein Wirt aus der Familie herausgerissen.
00:10:32: War nicht einfach aber die Schule hat mir wahnsinnig viel gebracht.
00:10:41: Das ist neunjährige Ausbildung.
00:10:44: In den ersten vier Jahren unter Stufe ist eine ganz intensive handwerkliche Ausbildung Klassisches Werken, aber nicht nur Werken mit Holzern und auch kleinen Maschinen.
00:10:54: Wir haben Pumpe gebaut, wir haben Elektromotoren gebaut.
00:10:56: Im Ende der vierten haben wir Instrumente gebaut.
00:10:58: Also ich habe eine Gitarre gemacht Mit vierzehn.
00:11:00: das ist jetzt nicht unbedingt üblich.
00:11:03: Mit der fünften beginnt dann die Berufsausbildung.
00:11:05: Ich höre Radio Fernsehen Mechaniker Damals noch gelernt.
00:11:09: Das
00:11:09: ist ja total verwandt
00:11:10: mit Schieber.
00:11:11: Ja, total verwundt!
00:11:13: Und das haben wir dann mit einer Gesellenprüfung abgeschlossen.
00:11:16: also wirklich eine komplette duale Ausbildung gesellen Prüfungen und dann in der neunten Matur ist ein normales realistisches Gymnasium.
00:11:26: Mit Schiebergau hat es überhaupt nichts zu tun aber mit Handwerklichen, mit Handwerk, mit Geschick und auch mit Hausverstand muss ich ganz ehrlich sagen.
00:11:36: Dann habe ich nach dem Bundesjahr in Graz begonnen zu studieren, Telekommunikation und Informatik.
00:11:45: Das war ein Studienversuch zur derzeit.
00:11:48: Und dann im zweiten Studienabschnitt ... viele von den EDV-Programmierfächern weggewählt und haben wir den Wirtschaftsblock von Maschinenbauwirtschaft herein geholt.
00:12:00: Das muss man ansuchen, so genanntes Studium Irregulare wird beim Ministerium angesucht und habe dann als Telematik Wirtschaft das auch wieder abgeschlossen.
00:12:10: Also auch wieder nichts mit G-Wort zu tun eigentlich.
00:12:14: Und du hast dann noch andere Wege eingeschlagen, wie du weißt.
00:12:17: Die Erzeitung in Wien?
00:12:18: Ja richtig!
00:12:19: Ich bin dann von.
00:12:19: nach dem Studium haben wir in Salzburg begonnen im Technozett, eben im Bereich Telekommunikation.
00:12:24: Da hat es eine KMU Initiative gegeben für Datenübertragungen und Breitbandanbindungen zu der Zeit.
00:12:34: Das war die Zeit wo die Deregulierung im Telekomunikationsmarkt stattgefunden hat.
00:12:41: Da haben die neuen Landesenergieversorger sich die UTA-Telekom gegründet, die zum Ziel hatte Unternehmen an ein Breitland Datennetzwerk anzubinden.
00:12:52: Da habe ich dann hingewechselt, da war Zeitung in Salzpraktetik und bin nach Wien gegangen für die Uta.
00:12:58: Die ist dann gekauft worden von einem anderen Unternehmen, Telezower Schwedisches Telekommunikationsunternehmen, wo eben auch der Consumermarkt reingekommen ist.
00:13:08: Da war ich dann bis zum Jahr acht im oberen Management und habe dann aber ja beschlossen, dass ich nicht mehr wöchentlich nach Wien pendeln möchte.
00:13:19: Ich war immer in Mittelsill eigentlich am Wochenende auch familiär verhaftet.
00:13:25: Und ja das war dann nimmer mehr... Irgendwann mag man nimmer.
00:13:30: Jedes Wochenende diese Strecke hin- und her.
00:13:34: Und wie hast du dann irgendwo erfahren?
00:13:36: Es gibt jetzt einen Job im Mittelsinn, oder warst du aktiv auf
00:13:39: der Suche?
00:13:41: Wie soll ich das jetzt sagen eigentlich... Ich habe mich nach dem Studium schon mal bei Blitzot beworben.
00:13:47: Aber es war die Zeit, wo es nicht so wirtschaftlich gut gegangen ist.
00:13:51: Ich habe dann ein Skiunfall gehabt in Februar, also es ist dann eines zum anderen gekommen und dann ist eben ... Das Jahr hat er Techniker die Blitzer übernommen und man hat schon gesehen, das geht jetzt bergauf.
00:14:04: Und da sind dann Leute gesucht worden.
00:14:06: Es ist speziell für den technischen Leiter als ein Nachfolger.
00:14:10: Das war Italiener zu der Zeit.
00:14:12: Da haben wir gesagt, man möchte jemanden aus der Region haben, der das zukünftig übernimmt und bin dann da reingekommen und habe da begonnen es dessen Nachfolge aufgebaut zu werden wobei das dann sehr schnell in einer operativen Tätigkeit geendet ist weil der damalige Produktionsleiter gesundheitliche Probleme gehabt hat überredet, in diese Funktion zu gehen.
00:14:33: Und die waren dann relativ rasch, weil er dann in einer sehr verantwortungsvollen Funktion als Produktionsleiter mit war.
00:14:38: Hast
00:14:39: du da irgendwas lernen müssen?
00:14:40: noch zusätzlich?
00:14:41: Du hast ja schon viel technisches Handwerksgeschick mitbekommen...
00:14:49: Das ist das was ich jetzt erst gesagt habe.
00:14:50: Natürlich hat man vom Skiba keine Ahnung aber da haben wir auch die Profis bei uns.
00:14:55: Aber Ich habe grundsätzlich ein wirtschaftliches Studium gehabt.
00:14:59: Ich habe ein handwerkliches Geschick mitgebracht, ich habe einen Hausverstand mitgebracht und diese Kombination auch mit dem Willen zu lernen hat natürlich dann schon dazu beigetragen, dass ich Schritt für Schritt sattelfester geworden bin und in diese Funktion gut hineingewachsen bin.
00:15:19: Ich bin über ein Artikel gestolpert und da ist sehr viel drinnen gestanden über Schlankerproduktion.
00:15:30: Das
00:15:31: ist so ein wichtiger Teil eurer Produktionsstädte, was genau heißt Schlankeproduktion?
00:15:38: Und wie habt ihr das eingeführt?
00:15:42: Ja, Schlankaproduktion ist der deutsche Begriff.
00:15:45: Eingeführt wurde – also bekannt ist es unter Lean Production auch.
00:15:50: Was ist das ja?
00:15:52: Toyota hat in den vierziger, fünfziger Jahren bereits dieses System eingeführt und als Toyota Produktionssystem damals bezeichnet.
00:16:02: Das ist ein bisschen aus der Not heraus entstanden nach dem zweiten Weltkrieg wenig Arbeitskräfte und man wollte möglichst effizient produzieren, möglichst ohne Verschwendung.
00:16:14: Schlanke Produktion bedeutet standardisiertes Arbeiten kontinuierliche Verbesserungen.
00:16:20: Es gibt auf vier wesentliche Begriffe in dem Zusammenhang, wie man da so eine Produktion dann steuert.
00:16:26: Nach vier Prinzipien Pull, Flow, CO-Defact und Takt.
00:16:34: Englishbegriffe, ich werde es gleich erklären.
00:16:39: Man versucht die Produktionsprozesse so aufeinander abzustimmen, dass die einzelnen Produktionsbereiche quasi miteinander schwingen, im selben Tag schwingern.
00:16:49: Das heißt wenn ich siebhundertdreißig Paar Ski pro Tag produzieren möchte dann macht es Sinn dass ich tausend vierhundertzechzig Stück Holzkerne pro Tag produziere weil ich brauche für jedes Stück Ski ein Holzkern.
00:17:05: Es macht keinen Sinn wenn ich zweitausend produziiere und da kann es keinen Sinn, wenn ich dausend produziere.
00:17:09: das heißt man versucht die einzelnen Zellen Produktionsbereiche aufeinander abzustimmen von der Geschwindigkeit Vom Takt.
00:17:17: Dann, das zweite Prinzip ist Flow-Fluss.
00:17:20: Das heißt das Material soll fließen und man möchte möglichst wenig und geringe Bestände innerhalb der Produktion haben damit dann das Material immer in Bewegung ist.
00:17:32: Das Poolprinzip heißt ziehen.
00:17:34: Wir haben einen Taktgeber und das sind die Pressen bei uns,
00:17:37: d.h.,
00:17:37: wenn dann die einzelnen Materialien, die in einem Ski drinnen sind – ob das Oberflächen sind, Belegesteuerkanten oder der Holzkern der drinnen ist und vieles andere.
00:17:46: Das muss zum bestimmten Zeitpunkt alles bereit sein und dann wird in der Presse ein Ski gepresst Und das macht natürlich nur dann Sinn, wieder für diese eine Pressematerial weiter vorzuproduzieren.
00:17:57: Wenn diese Presse auch arbeitet können es sein dass die zum Stillstand kommen aus unterschiedlichsten Gründen.
00:18:01: Das heißt die Presse zieht sozusagen das Material.
00:18:04: Das ist das Poolprinzip und SiroDefact null Fehler.
00:18:09: da geht's eben darum, dass man Prozesse so festlegt, so definiert im Prozess kein Fehler passieren kann.
00:18:16: Das wäre der ideal Form, dass gar kein Fehler gemacht werden kann.
00:18:21: Gelingt natürlich nicht so leicht aber das Ziel ist halt, dass man so wenig Fehler wie möglich macht bzw wenn Fehler gemacht wird und sie sofort erkennt.
00:18:32: aufeinander abgestimmte Produktion, die gleichzeitig schwingt mit möglichst wenig Beständen in der Zwischen.
00:18:39: Nichts zu produzieren vorzuproduzieren wenn nicht was konsumiert wird an den Halbfabrikaten und das Ganze mit möglichst wenigen Fehlern.
00:18:45: Das sind so die Grundphilosophie.
00:18:49: Wie erreicht man das?
00:18:50: Durch hohe Standardisierung in den Prozessen um diese Standards dann auch immer weiter zu bringen, weiter zu verbessern, eben dieses kontinuierliche Verbesserungsprinzip.
00:19:02: Wie war das bei der Einführung?
00:19:04: Sind da die Mitarbeitenden gleich voll mitgegangen oder haben wir die Mitarbeiterinnen überzeugt, dass dies eine gute Idee ist?
00:19:13: Ja, das ist eine ganz wichtige Sache bei solchen Change-Prozessen.
00:19:17: Das ist ja ein Umbruch gewesen in unserem Unternehmen.
00:19:20: Wir haben das Ende des Jahrhunderts schon gestartet, gemeinsam mit einer Consultingfirma Porsche Consulting.
00:19:29: Abläger von Porsche, weil dieses Lean Production System das ist ganz stark in der Automobilindustrie.
00:19:34: Just-in Time Produktion und so weiter ist es ganz stark verhaftet.
00:19:38: Und da gibt's Spezialisten.
00:19:39: wir haben uns da welche geholt oder haben da ein Pilotprojekt gemacht und haben dann vom vornherein sehr viele Mitarbeiter mit einbezogen also wirklich von der ersten Minute weg und ich glaube das ist auch der Trick dabei und des Geheimnis damit man dann auch das Commitment von den Menschen hat, von den Leuten hat.
00:19:56: Wenn man das jetzt nur alles in kleinen Rahmen, in der kleine Gruppe macht und dann stülpten wir das über die anderen darüber, dann ist ja die Bereitschaft da mitzumachen und es anzunehmen, ist eher gering wogegen wenn man die Leute, die Menschen vor Vorhinein mit einbezieht Dann ist eigentlich der Erfolgstehersaussicht deutlich größer.
00:20:15: Das hat natürlich auch Grenzen.
00:20:17: Man kann nicht jeden Einzelnen mit einbeziehen, aber möglichst die Leute, die dann das Führen umsetzen weiterentwickeln sollen, dass man die von vornherein wirklich vom Beginn an mit im Boot hat.
00:20:28: Ich glaube es ist ein ganz wesentlicher Faktor der dann über gelingen oder scheitern entscheidet.
00:20:36: Ja da braucht's auch menschliches Führungsgeschick wieder!
00:20:40: Das ist auch ein Hausverstand, die du ja
00:20:43: auch... Ja natürlich.
00:20:46: Es ist wichtig auf die Menschen und Leute einzugehen.
00:20:55: Fachlich haben wir uns in die Unterstützung von den Consulting-Unternehmen geholt.
00:21:02: dieses Mitnehmen auch zuhören, durchaus Ängste mit einzubeziehen und zu berücksichtigen.
00:21:14: Das ist essentiell.
00:21:16: eine große Angst ist zum Beispiel gewesen, warum macht man Linien?
00:21:19: Man möchte schlanker werden – was heißt ein Schlank?
00:21:21: Ich brauche weniger Mitarbeiter, ich muss effizienter werden!
00:21:24: Und natürlich die Angst der verliert jetzt da einzelne seinen Arbeitsplatz.
00:21:29: Das war von vornherein wichtig, dass wir das ausschließen konnten.
00:21:33: Wir haben gesagt, wir sind im Wachsen und wollen weiter wachsen.
00:21:36: Wir brauchen sowieso jeden Mitarbeiter.
00:21:38: Aber wir wollen natürlich schauen, dass unsere Prozesse möglichst effizient sein.
00:21:41: Und es ist enorm wichtig und wird immer wichtiger weil der Kostendruck in Österreich so zu enorm ist.
00:21:48: Die Lohnkostenentwicklung die letzten Jahre ist gelindig gesagt eine Katastrophe.
00:21:53: In Österreich zu produzieren kann man sich heutzutage schon fast nicht mehr leisten Und umso wichtiger ist es, eben wirklich ineffizienzmöglichster auszuschalten und immer effizienter und kostengünstiger produzieren zu können.
00:22:12: Oder zumindest zugleichen Kosten weil die Long-Kosten steigen
00:22:14: ja?
00:22:14: Ja ich habe ja Werk in der Ukraine,
00:22:17: wo
00:22:19: die Longkosten nicht so hoch sind was ihr auch irgendwo euch hilft den Standort mit das Ziel erhalten zu können.
00:22:27: Genauso muss man sehen.
00:22:29: Ja, dieses Werk gibt es auch schon seit Jahrzehnten.
00:22:33: Nach der Vorbesitzer von Blitzert hat das eigentlich schon begründet den ersten Standard, der da drüber entstanden ist.
00:22:40: Wir sind dann einmal versiedelt und wie Techniker dann übernommen haben, hat man das nicht in Frage gestellt als es war klar dass dieser Standard denn doch keine wichtig ist?
00:22:51: Ich behaupte sogar ohne diesen Standard eigentlich in Österreich nicht mehr wirtschaftlich machbar wäre, ein Unternehmen zu haben, also wirtschaftlicher zu führen.
00:23:04: Weil einfach dieser Beitrag den der ukrainischen Standard da leistet für uns auch extrem wichtig ist.
00:23:12: Ja und wie wir alle wissen, in der Ukraine ist ja seit Jahrzehntzig-zweiundzwanziger Ausnahmezustand Wenn ich das so fragen darf Wie geht es einem da?
00:23:22: in so einer Situation einen Industriebetrieb aufrecht zu erhalten, wenn Mitarbeiter abhanden kommen weil die in den Krieg ziehen müssen.
00:23:33: Was passiert da alles?
00:23:34: Kannst du uns da Einblicke geben, darfst du das überhaupt?
00:23:37: Ja natürlich darf ich das ja und Traum hat zu behaupten dass ich ein recht guter Einblick habe weil ich regelmäßig Indokreine drüben bin.
00:23:47: wir haben eigentlich Die eigentliche Unterbrechung für unsere regelmäßige und kleine Besuche war Corona COVID, weil da war plötzlich die Reisefreiheit nicht mehr gegeben.
00:23:56: Das war die erste Zäsuereihe in den Jahren, wo wir diesen engen Kontakt, diesem persönlichen Kontakt nicht aufrechnen konnten.
00:24:04: damit es zu den Kriegsbeginn war.
00:24:07: natürlich ein Schock.
00:24:09: Es war ein Riesenschock, weil man überhaupt nicht abschätzen konnte zu dem Zeitpunkt wie geht das jetzt weiter?
00:24:17: Wir sind aber dann relativ bald wieder rübergefahren und man lernt damit umzugehen.
00:24:26: Wie war das das erste Mal, wie du gesagt hast, ich fahre jetzt hin?
00:24:30: Wie ist dir es selber da gegangen und auch deiner Familie?
00:24:33: Also ich selber bin da eher pragmatisch nicht dahingehend dass ich einfach sage gut der Krieg in der Ukraine spürt sich im Osten auf, im äußersten Osten sagen wir mal so.
00:24:45: Unser Standort ist im Äußerste Westen in drei Ländern zwischen Slowakei, Ungarn und der Ukraine also wirklich ganz nah an der ungarischen Grenze.
00:24:54: Und dann habe ich mir auch gedacht wie wahrscheinlich ist es das ummittelbar in Kriegsgeschehen verwickelt zu werden?
00:24:59: Die Wahrscheinlichkeit war damals für mich einfach nicht gegeben.
00:25:02: Also so gering dass ich gesagt hab, das ist für mich kein Grund hinüberzufahren nämlich auch im Wissen was unsere Mitarbeiter tagtäglich dem ausgesetzt sind.
00:25:12: Warum sollte ich dann nicht fahren?
00:25:14: Meine Familie war nicht so begeistert, weil da natürlich andere Überlegungen mit einer spüren.
00:25:19: Aber letztendlich bin in dieser Verantwortung und mir war es auch extrem wichtig hinüber zu fahren.
00:25:27: Und ich fahre immer nach wie vor Regelmessig rüber alle zwei bis drei Monate manchmal mehr oder weniger.
00:25:35: Ich habe zwar täglich fast Kontakt mit den Kolleginnen und Kollegen drüben über Telefonen oder meistens über Videokonferenzen, aber es macht einen Unterschied ob man dann vor Ort ist.
00:25:46: Und wenn man damit die Leute zusammensitzt und die Leute in die Augen schaut – weil ich hab gesagt, man wird nicht ins Kriegsgeschehen einbezogen, das ist schon richtig!
00:25:54: Aber nichtsdestotrotz ist es ein Land im
00:25:56: Krieg.".
00:25:58: Mit allen Konsequenzen, die männliche Bevölkerung oder unsere männlichen Mitarbeiter im wehrfähigen Alter sind permanent in Risiko eingezogen zu werden.
00:26:10: Wir sind ja von unserer Mannschaft schon etliche Mitarbeitern natürlich eingezungen worden.
00:26:16: Es sind leider schon welche verstorben im Krieg und das lasst dann natürlich nicht kalt.
00:26:24: Aber es ist Wie soll ich das sagen?
00:26:28: Es entwickelt sich wahrscheinlich eine gewisse Routine.
00:26:32: Und man muss auch sagen, dass haben wir uns die Mitarbeiter zu Kriegsbeginn gesagt es ist so viel Unsicherheit da Sie wissen nicht wie sie alles entwickeln wird und da ist einfach dann die Arbeit einfach ein stabiler Faktor.
00:26:46: Das ist das tägliche Aufstehen, des täglichen Arbeiten gehen.
00:26:49: Das nicht dann permanent an Krieg und Konsequenzen zu denken sondern meist in der Arbeit.
00:26:54: man konzentriert sich auf sein Job.
00:26:56: Das hat eine unheimliche Sicherheit gegeben.
00:26:58: Sie haben ein regelmäßiges Einkommen was wichtig ist Und insofern möchte ich jetzt nicht sagen wie ein Win-Win Situation aber es ist schon für die Mitarbeitenden ein wichtiger Faktor gewesen einfach da eine stabile Solle zu haben mit der Arbeit im Unternehmen.
00:27:14: Wie ist es in der Region, wo das Werk ist?
00:27:18: Weil da sind ja auch viele aus dem Osten hingeflohen.
00:27:21: Ja, die hat
00:27:22: sich... wie ist dort die Entwicklung?
00:27:23: Die
00:27:23: hat sich extrem stark verändert.
00:27:25: Hat sich ganz stark verändert in diesen Jahren eben ganz viel Zuzug aus dem Ostern.
00:27:31: Es haben sehr viele Firmen angesiedelt, die im Osten ursprünglich waren.
00:27:37: Damit ist auch der Bedarf an Mitarbeitern stark gestiegen.
00:27:41: Es ist sehr schwierig jetzt Mitarbeiter, neue Mitarbeiter zu rekrutieren weil die Nachfrage so groß ist und eine ganz starke Veränderung dadurch dass einfach sehr viele in den innen sind mit ukrainischen oligarchen sie da in der Gegend niedergelassen haben im Friedlichen Bereich der Ukraine nennen wir es einmal so Und man sieht da Sachen, die man sich eigentlich in einem kriegsführenden Land nicht vorstellen kann.
00:28:09: Da entstehen Restaurants, die wir im Milano sich vorstellen können aber jetzt nicht in dem kriegsführenden Land in der Ukraine also... Der Charakter hat sich total verändert.
00:28:19: Sehr widersprüchlich.
00:28:19: Charakter veränderte sich total.
00:28:23: Hat aber auf den Menschen oder die Leute bei Umsatzarbeit mit denen ich zu tun habe, ja, wie soll ich das sagen?
00:28:32: Die sehen ja das genau aus.
00:28:34: Die haben mal gewusst, dass es das gibt aber jetzt haben sie's halt vor der Haustür und die Schere ist extrem groß geworden.
00:28:39: Zwischen dieser Welt, dieser Oligarchenwelt nenn ich es jetzt einmal...
00:28:44: Das kommt jetzt noch dazu zu diesem Kriegsleben.
00:28:48: nur diese andere Seite zu sehen oder?
00:28:52: Das ist krass!
00:28:52: Stimmt mir gut
00:28:53: früh.
00:28:54: Wahrscheinlich empfinde ich es sogar dramatischer wie die Leute drüben weil für mich war das so was Undenkbar.
00:29:03: Eigentlich war das für mich undenkbar, in einem kriegsvollen Land plötzlich so eine Entwicklung zu beobachten, komplett abgehoben.
00:29:11: Wie ist es mit der Produktion im Kriegsgebiet?
00:29:14: läuft die ganz normal weiter oder gibt's da gezwungene Pausen?
00:29:19: Ja
00:29:21: wie läuft das ab?
00:29:24: Also was ein Riesenthema ist, ist Energie und stabile Energiefersorgung.
00:29:28: Stromversorgung durch die russischen Angriffe dieses sehr stark auf Kraftwerke, Umspannwerke konzentriert haben und weiterhin konzentrierend ist natürlich die Infrastruktur in der Ukraine schon sehr geschwächt Und es kommt dann zu Stromabschaltungen.
00:29:46: Es ist die Ukraine in vier oder fünf sogenannte Linien organisiert und es gibt am Tag vorher wird sozusagen ein Plan herausgegeben, zu welchen Stunden welche Linie Strom hat beziehungsweise keinen Strom hat.
00:29:59: Das heißt nichts anderes als das wir zum Beispiel in vierundzwanzig Stunden, wenn man jetzt einen Tag betrachtet, Drei mal zwei Stunden, wo kein Strom ist.
00:30:07: Und das kann jetzt sein dass es außerhalb unseres Schichtbetriebes ist.
00:30:11: Wir fahren an zwei Schicht Betrieb drüben oder was halt während der Schicht ist.
00:30:15: Was wir gemacht haben und das haben viele andere auch gemacht Wir haben unsere große Generatoren gekauft, Diesel-Aggregate Wo wir in der Zeit, wo wir von außen nicht versorgt werden selbst unseren Strom produzieren Was natürlich auch nicht verantwortlich auf dem anderen gegangen ist bei Kriegsbeginn.
00:30:33: aber wir haben da sehr schnell reagiert müssen und auch Gott sei Dank können.
00:30:37: Und dann jetzt, Gott sei dank,
00:30:39: autark!
00:30:41: Die Umschalterung zwischen externen und intern ist immer wieder ein bisschen ein Thema aber grundsätzlich sind wir versorgt.
00:30:48: die Preise gehen auf und ab für Öl- und Gas also ein bissel unberechenbar Aber auch damit lernt man umzugehen.
00:30:56: letztendlich
00:30:58: So richtiges Auf und
00:30:59: Ab.
00:31:00: Hoffen wir dass das irgendwann einen Ende hat.
00:31:03: Das wünschen wir uns alle und ich glaube die wenigsten haben eine Idee, aber wie wird denn das Ende aussehen?
00:31:12: Man kann sich das jetzt gerade nicht vorstellen weil es irgendwie so verankt ist.
00:31:15: Die ganze Situation.
00:31:16: Ja
00:31:16: momentan ist sie sehr ein bisschen überlagert vom Iran-Krieg letztendlich auch, d.h.
00:31:20: das dritt ein bissel in den Hintergrund.
00:31:22: Putin hat jetzt ganz massive Offensiven gestartet in den letzten Tagen.
00:31:27: Wie
00:31:28: sagen wir da?
00:31:31: Arakettenover in dem Gebiet, oder
00:31:34: ist das zu weit weg.
00:31:38: Ich habe vorhin erwähnt dass sich sehr viele Werke angesiedelt haben im Transkapazien.
00:31:42: Das ist die Region natürlich auch Militärwerke und diese Militärewerke sind
00:31:49: wahrscheinlich Schutz-Hilbrauch
00:31:51: oder?
00:31:52: Und da gibt es etliche.
00:31:54: Die sind jetzt nicht in unmittelbarer Nähe, aber jetzt auch nicht mehr hunderte Kilometer weg.
00:31:59: Insofern rückt der Krieg näher.
00:32:05: Wechseln wir das Thema!
00:32:10: Was ist dir wichtig wenn du an die Zukunft verblitzt hast denkst?
00:32:19: Ich bin jetzt seit dem Jahr twohrausendachter.
00:32:21: Das werden achtzehn Jahre jetzt im Juli und mir Menschen und auch der Standard als solches, ist mir einfach wirklich ans Herz gewachsen und wichtig.
00:32:33: Und mir wäre wichtig so schwer es auch ist aber dass wir das gelingt auch zukünftig den Standort abzusichern, den standart gut aufzustellen sodass wir da noch viele viele Jahre produzieren können und den Menschen der Region einen guten Arbeitsplatz bieten.
00:32:52: Nämlich wirklich ein guter Arbeitsplatz, wo man gern hingeht, wo er gerne arbeitet und wo man dann letztendlich in einer Umgebung ist, wo wir auch gern lebt und dort eine gute Arbeit hat.
00:33:06: Also das ist den Standard dort abzusichern und da in der Kombination mit der OKEINE.
00:33:12: Das sind ja schon große Anliegen.
00:33:15: Aber
00:33:16: Glück dazu ist, dass die Technikergruppe ein bewusstes Jahr sagt zum Standort mit der SIL.
00:33:22: Die hätten ja auch schon längst gesagt können wir wandern ab irgendwo wo es billiger ist zu produzieren oder so?
00:33:28: Ja das ist das Risiko gibt's immer.
00:33:31: Es kommt darauf an wer steckt dahinter und jetzt vor allem den Familie Zanata.
00:33:37: Giancarlo ist der Senior deutlich über Achtzig und noch jeden Tag im Unternehmen in Italien.
00:33:43: Das ist ein richtiger Entrepreneur, also ein richtigen Unternehmer der noch seine Ideen einbringt und dem das als sehr wichtig ist.
00:33:51: Vor allem war er im Mittelselans besucht und dann sprüht er über von Ideen was wir noch als nächstes machen könnten, was ihm wichtig wäre.
00:33:58: und warum machen wir das nicht so?
00:34:02: Der ist mitten im Geschehen und der steht zum Standard.
00:34:06: Es hat gerade in den ersten Jahren, nachdem die Entscheidung gefallen ist, dass Technik jetzt blitzart kauft.
00:34:13: Das ist nicht immer rundklaufen und das hat schon einige Jahre dauert bis der Schwarze Zoo eingeschrieben worden sind.
00:34:17: aber jetzt stehen wir gut da, wir sind ein gesunder Betrieb und wenn es uns gelingt... Und jetzt haben wir wieder bei Lien kontinuierliche Verbesserung.
00:34:27: Wenn's uns geling' da wirklich uns regelmäßig und kontinuell weiterzuentwickeln, weiter zu verbessern Dann bin ich eigentlich optimistisch, dass wir schon nach vielen, vielen Jahren diesen im Mittelsjubb-Ski produzieren können.
00:34:42: Und wenn es auch das Klima dann hoffentlich auch weiterhin so lässt, dass das einen Sinn macht.
00:34:47: Da komme ich zu meiner nächsten Frage.
00:34:49: Was soll ein Mensch fühlen?
00:34:52: Wenn er am Blitzart-Schi fährt?
00:34:54: Emotion!
00:34:55: Welche Emotionen?
00:34:57: Ich würde sagen, Blitzert ... Wenn man zurückdenkt an den Rennlauf die goldenen Jahre Franz Klammer, Peter Gromberger.
00:35:07: Da hat sich eine ganz tolle Serie gegeben.
00:35:09: und wenn man sich diese Bilder darauf anruft das war ja lebensfreude, das waren pure Emotionen, das war eine Leidenschaft!
00:35:17: Und wenn man Blitzart jetzt sich einen Ski kauft um mit Blitzert fährt was soll man spüren?
00:35:22: Freude daran haben, man soll diese Leidenschaft fühlen die auch bei der Entwicklung dieses Schieß hineingesteckt wurde und bei der Produktion.
00:35:30: Und die Leute arbeiten wirklich leidenschaftlich wenn wir diese Geräte machen.
00:35:35: Wir legen sehr viel Wert auf Qualität ja und Performance und es soll einfach Spaß machen!
00:35:41: Man sollte sie da drauf stehen, man sollte sie wohlfühlen und man soll seine Schwünge in den Schnee ziehen und das genießen.
00:35:48: Das ist das was ich immer für die Leitwürmstehende blitzert sich
00:35:51: kaufen.
00:35:51: Das ist voll das schöne Schlusswort.
00:35:54: Danke dir, lieber Roland für die Einblicke... Sehr gerne!
00:35:57: ...für deine Geschichte und dass man Blitz hat ein bisschen hinter den Kulissen besser kennengelernt haben dürfen.
00:36:04: Es hat
00:36:04: mich sehr gefreut hier zu sein.
00:36:05: Vielen Dank für die Anladung.
00:36:09: Gerade in dieser speziellen Industrie zeigt sich, dass echte Qualität nicht zufällig entsteht sondern das Ergebnis von Haltung, Entscheidungen und dem Willen ist Dinge immer weiterzuentwickeln.
00:36:21: Und genau solche Einblicke wollen wir beim RTS Unternehmertag sichtbar machen, weil sie zeigen was wirklich in der starken Unternehmen steht.
00:36:30: Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal beim Rts Unterneemertag!
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